Vom Anfangen: Eröffnungskonzert

von Hannah Schmidt, Micha Häußermann 14. Februar 2026

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Inhalt

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN 
JONATHAN NOTT Dirigent
CAMILLA TILLING Sopran
TRICKSTER ORCHESTRA 
CYMIN SAMAWATIE Dirigentin
THE PRESENT 
    HANNA HERFURTNER Sopran
    OLIVIA STAHN Sopran
    TIM KARWEICK Tenor
    FELIX SCHWANDTKE Bass
SOWIE MITGLIEDER WEITERER FREIER ENSEMBLES AUS BERLIN
 

Das Programm
 

GUSTAV MAHLER (1860 - 1911)
Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Orchester und Sopran
Bedächtig. Nicht eilen
In gemächlicher Bewegung ohne Hast
Ruhevoll
Sehr behaglich


PAUSE 


CYMIN SAMAWATIE (*1976)
„Vom Anfangen“ (Uraufführung)

CYMIN SAMAWATIE/KETAN BHATTI (*1981)
„Amphiphilie“ für Orchester (Libretto: Seda Keskinkılıç)

Liebes Publikum,

herzlich willkommen im Konzerthaus und zu unserem Festival „Vom Anfangen“!

Über drei lange Wochenenden widmen wir uns dem Moment, in dem Neues entsteht, der erste Ton vom Nichts ins Dasein strebt und vielleicht lange aufgeschobene Fragen Gestalt annehmen. Es geht um die Vielfalt der Möglichkeiten vor dem ersten Schritt, den Mut, den es für den Aufbruch braucht, die Zweifel im Prozess und die Landung im Neuen. Dabei sind Startschwierigkeiten, weit über das berühmte weiße Blatt Papier hinaus, eine sehr gegenwärtige Herausforderung. Jeder gute Vorsatz braucht den Impuls zur Umsetzung, jede Idee muss sich im Tun beweisen, und in einer immer krisenhafteren Welt wird die Frage nach dem Anfangen längst auch zu einer Frage nach dem Nicht-So-Weitermachen.

Wir haben unsere Festivalwochenenden in die Kapitel Aufbruch – Chaos – Schöpfung gegliedert und freuen uns, Sie in unterschiedlichste Perspektiven mitzunehmen. Zu Beginn verbinden sich das Konzerthausorchester und zahlreiche Berliner Ensembles zu einem utopischen, Traditionen übergreifenden Orchester, und Reginald Mobley spürt zwischen Händel und afroamerikanischen Spirituals den musikalischen Spuren des American Dream nach. Am zweiten Wochenende geht es unter anderem mit Nele Pollatschek um das ewige Prokrastinieren und mit Tabea Zimmermann um die Schönheit des Unfertigen. Die größte und älteste Geschichte vom Anfang kommt zum Schluss, wenn Joana Mallwitz den RIAS Kammerchor und das Konzerthausorchester durch Haydns „Schöpfung“ leitet.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit unserem Festival!

 

Tobias Rempe
Intendant

HIMMEL VOLLER GEIGEN

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4

Ausgangs- und Endpunkt Gustav Mahlers vierter Sinfonie ist das 1806 als „bairisches Volkslied“ veröffentlichte Gedicht „Der Himmel hängt voll Geigen“. Aus kindlich-naiver Perspektive wird hier der christliche Himmel als Ort unendlicher Freuden geschildert. Doch auch im vermeintlichen Paradies blitzen Gewalt und Grausamkeit auf. Diese Ambivalenz prägt Mahlers Sinfonie, die er knapp einhundert Jahre nach Erscheinen des Gedichts in den Jahren 1899 bis 1901 schreibt. Narrenmusik, Walzer- und Kinderlied-Anklänge kippen immer wieder ins Groteske und Unheimliche. Im zweiten Satz verwandelt eine bewusst verstimmte Solo-Violine vertraute Tanzformen in einen gespenstisch verzerrten Totentanz. Im Finale wird das erwähnte Gedicht, auch bekannt unter dem Titel „Das himmlische Leben“, direkt vertont. Sanfte Begleitungen der Sopranstimme durch Streicher, Holzbläser und Harfe werden immer wieder vom peitschenden Schellenmotiv aus dem ersten Satz unterbrochen. Wenn schließlich am Ende „alles für Freuden erwacht“, schläft die Musik ein und verklingt leise in sehnsüchtiger Offenheit.

VOM ANFANGEN

Diesen Raum betreten in der zweiten Hälfte des Konzerts das Konzerthausorchester gemeinsam mit dem Trickster Orchestra, dessen Musiker*innen auch Mitglied in zahlreichen weiteren freien Ensembles aus Berlin sind, und ein Quartett des Vokalensembles The Present. Wie klingt Kunstmusik in einer sinfonischen Orchesterbesetzung, die unserer sich stetig wandelnden, vielfältigen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts Ausdruck verleiht? Diese Frage ist einer der Ausgangspunkte der „Amphiphilie“ von Cymin Samawatie und Ketan Bhatti, den beiden künstlerischen Leiter*innen des Trickster Orchestra. In auskomponierten Passagen und gemeinsamer Improvisation suchen Musiker*innen, die von ganz unterschiedlichen Traditionen geprägt sind, nach einer gemeinsamen Musiksprache.
Für das Libretto hat die Mannheimer Künstlerin und Autorin Seda Keskinkılıç sich in persönlichen Gesprächen und Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen in der Rhein-Neckar-Region ausgetauscht, ihnen zugehört. Ihr Text macht die vielschichtigen und vielsprachigen Geschichten von Migration und Postmigration, von Anschluss und Ausschluss hörbar und fragt nach neuen Ansätzen, über die wir uns selbst in unserer Ähnlichkeit mit anderen verstehen können.

„Irgendwo muss es anfangen.
Irgendwer muss ja beginnen.
Wir haben den Abgrund gesehen.
Irgendwo muss es doch hingehen.“

Die letzten Verse des Librettos klingen verzweifelt. Trotzig. Hoffnungsvoll. Wütend. Sie sind die einzigen Sätze, die im Text wiederholt werden – wie eine Bekräftigung, dieses „winzige Gefühl von: vielleicht“ nicht aufzugeben, das vorher vorsichtig anklingt. Vielleicht kommt da irgendwann eine Zeit, in der Deutschland sich als Einwanderungsland entdeckt? Vielleicht ist das Leben von migrantisch gelesenen Personen irgendwann weniger von harter, unterbezahlter Arbeit, weniger von Diskriminierung und ständigem „Anderssein“ geprägt? Vielleicht zerfließt irgendwann das zählebige Ideal einer – wie Hengameh Yaghoobifarah und Fatma Aydemir schreiben – „homogenen, christlichen weißen Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben, Frauen sich vor allem ums Kinderkriegen kümmern und andere Lebensrealitäten schlicht nicht vorkommen“ mit dem nächsten Schneematsch im Asphalt. Aber: „Wie das neue ‚Wir‘ im alten finden?“, fragt Seda Keskinkılıç. „Am Ende wird es niemand sagen können,/ nicht in den Worten jedenfalls, die wir kennen.“ Es braucht neue Worte.

DAS NEUE WIR IM ALTEN FINDEN

Cymin Samawatie / Ketan Bhatti : „Amphiphilie“

Keskinkılıç schreibt ihren Text auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch. Mit jeder Sprache betritt gleichzeitig dieselbe und eine andere Person den lyrischen Raum, klingt gleichzeitig dieselbe und eine andere Stimme, schwingt dieselbe und eine andere Seele. Kübra Gümüşay schreibt in ihrem Essay „Sprache und Sein“ von ihrer eigenen Identität, die sich in unterschiedlichen Sprachen ausgestaltet:

„Ich spreche, schreibe und denke in drei, ich fühle in vier Sprachen. Mein Tempo beim Sprechen, mein Ton, meine Gefühlslage ändern sich von Sprache zu Sprache. (…) Türkisch ist für mich die Sprache der Liebe und Melancholie. Arabisch eine mystische, spirituelle Melodie. Deutsch die Sprache des Intellekts und der Sehnsucht. Englisch die Sprache der Freiheit.“

Welche Geschichten werden hörbar?

Für die Personen aus der Rhein-Neckar-Region, mit denen Seda Keskinkılıç für das Libretto der „Amphiphilie“ gesprochen hat, mögen die Assoziationen vielleicht ganz ähnlich, aber vielleicht auch ganz anders sein. Ihre Frage ist: „Welche Geschichten werden hör- und erzählbar, wenn wir den Glauben an klar voneinander abgrenzbare Identitäten aufgeben?“, sagt Seda Keskinkılıç. „Und welche lyrisch-musikalischen Impulse geben die verschiedenen Stimmen eines ‚neuen Wirs‘, wenn sie kraftvoll wie verletzlich nebeneinander erklingen?“

Vermutlich braucht es wirklich, wie die Autorin sagt, „nicht weniger als eine neue Sprache und Musik, um die diversen Realitäten unserer Gesellschaft aufzufangen.“ Der Essayist und Lyriker Max Czollek fasst die Aufgabe so in Worte: „Wenn du einfach so weiter schreibst wie zuvor, obwohl die Welt sich verändert, verfehlst du die Gegenwart.“

Die Grundlage für die Utopie ist nämlich eigentlich längst da: Unsere Gesellschaft ist eine plurale, diverse, postmigrantische Gesellschaft. Sie spricht Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Französisch und noch mehr. Sie feiert Weihnachten, Chanukka, Eid al-Adha, Shabe Yalda, Vesakh, Pongal. Sie isst Bibimbap, Humus, Pierogi, Fattoush, Phở, Shawarma, Linsendal, Pizza, Latkes, Meze. Sie hört Haftbefehl, Mahler, BTS, Radiohead, Ebru Gündez, Beatles, Taylor Swift, Abdel Halim Hafez, John Zorn, Jamala, J. S. Bach – wo soll man überhaupt anfangen?

All diese Verschiedenheiten verbinden sich zu einem kraftvollen Konglomerat, das die gesellschaftliche Utopie greifbarer werden lässt denn je: Zugehörigkeit, das schreiben die Veranstalter*innen des „heimaten“-Festivals vom Haus der Kulturen der Welt, wird gemeinsam gestaltet, sie wird ausgehandelt, und zwar permanent. „Heimat“ oder „zu Hause“ wurde immer schon von vielen gestaltet, und unsere Gesellschaft schöpft ihre Kraft genau daraus: aus ihrer Pluralität. Kritik und Streit gehören zu dieser Vielstimmigkeit hinzu – sie verkörpern gleichzeitig die Abkehr von dualen Denkschablonen wie „Wir“ und „Die Anderen“ oder „einheimisch“ und „migrantisch“. Deshalb spricht der Soziologe Erol Yıldız auch nicht mehr von „Utopie“ – sondern von „Transtopie“. „Heimaten werden sozial hergestellt“, schreibt er. „Heimat ist ein translokales, transkulturelles Geflecht unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen, ist damit immer ein hybrides Konstrukt.“ Wir alle werden in dieser Logik, in einer globalisierten Gesellschaft, auf individuelle Weise „mehrheimisch“: „Wir leben mit Vielheit – und wir leben gut damit.“

NEUE ZUSAMMENGESETZTE KOLLEKTIVE

Cymin Samawatie: „Vom Anfangen“

„Deine Geschichte ist meine/ und meine ist deine“, heißt es auch in der „Amphiphilie“. Grenzen zerfließen, „es rauscht, es rauscht, es rauscht.“ Der Begriff „amphiphil“, der aus der Chemie stammt, bekommt hier eine neue Bedeutung: Identitäten werden zu Substanzen, die sich in Umgebungen, die sie „lieben“, auflösen. So lösen sich auch in der Interpretation des Trickster Orchestra unter Leitung von Cymin Samawatie musikalisch bekannte Stilistiken in Komposition und kollektiver Improvisation auf, so entstehen aus festen Ensembles neu zusammengesetzte Kollektive und erwachsen aus üblichen Instrumentierungen neue sinfonische Größen. Dieses „neue Wir“ bedeutet für das Trickster Orchestra, wie der Mitgründer Philip Geisler schreibt, „eine Multiplikation der musikalischen Perspektiven, der künstlerischen Möglichkeiten und des kreativen Ausdrucks.“

Auf gewisse Weise hat Gustav Mahler in seiner 4. Sinfonie einen ähnlichen Ansatz versucht – wenn auch zu einer Zeit, in der Deutschland noch ein Kaiserreich war und jegliche demokratische Ambitionen im Blutbad endeten. Zu dieser Zeit gab es noch keine Weltkriege, keine Shoa, keine Atombombe. Mahlers Musik ist eine Musik der Industrialisierung, man hört ihr, wie Volker Hagedorn geschrieben hat, im Gegensatz zu „Brahms und Bruckner die Eisenbahnschienen und Telegrafendrähte an, die jene Zeit durchschnitten“. Der Komponist verwebt Lebensrealität in Musik – er flüchtet sich nicht in die Wälder, sondern blickt dem Jetzt ins Gesicht. Seine Klänge hadern mit der Gegenwart, sie dekonstruieren bis dato übliche Klänge und Besetzungen, zitieren und sprechen Dialekt, ironisieren und gießen sich aus bis zur völligen Erschöpfung. Kein Wunder, dass der Diskurs über sein Werk bis etwa 1945 von antisemitischen Narrativen geprägt war – Mahler war schließlich Jude und galt der nationalsozialistischen deutschen Öffentlichkeit als Inbegriff des entarteten, „kranken“ Künstlers.

Seine 4. Sinfonie nun spielt ein doppelbödiges Spiel mit den Zuhörer*innen: Da versprechen Anleihen an Kinderlieder und Märchen eine zauberhafte Welt, erinnern Schellenklänge an Haydn und Mozart, erzählt der im vierten Satz gesungene Text aus „Des Knaben Wunderhorn“ von „Freuden“, die erwachen sollen – und gleichzeitig grummelt es im Untergrund, schreien die Piccoloflöten auf, zuckt der personifizierte Tod zum schrillen Knochentanz.

„Wir genießen die himmlischen Freuden, d’rum thun wir das Irdische meiden“, heißt es in den ersten Zeilen, die die Sopranstimme singt. „Kein weltlich Getümmel hört man nicht im Himmel! Lebt Alles in sanftester Ruh‘.“ Aus heutiger Sicht hört man in diesen Worten einerseits einen Traum artikuliert: Wie schön wäre eine Welt, in der „Wir“ alles Irdische als gestrig hinter uns lassen und gemeinsam in Ruhe leben können – in einer Welt, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sind.

Gustav Mahlers Musik erinnert daran, dass dieser Himmel trügerisch ist. Und Seda Keskinkılıç spricht die Worte aus, die einen Großteil der Menschen im „irdischen Getümmel“ tagtäglich begleiten: „Wir sind so stark,/ wie wir jeden Morgen rausgehen,/ jeden Tag am Fließband stehen./ Wie lange noch? Wie lange, sag?/ Nicht lange, nein, ein Mucks, ein Streik,/ ein Gegenwort und alles ist vorbei.“

Doch bis dahin braucht es Solidarität und Empathie. Ein Dazwischen, in dem sich Menschen, in dem sich Musiker*innen und Zuhörer*innen verbinden können. Damit, zumindest für einen kurzen Moment, die Utopie klangliche Wirklichkeit – und damit vorstellbar wird.

  • Die Texte der Lieder

    Das himmlische Leben (aus „Des Knaben Wunderhorn“) 

    Wir genießen die himmlischen Freuden,
    D'rum tun wir das Irdische meiden.
    Kein weltlich' Getümmel
    Hört man nicht im Himmel!
    Lebt alles in sanftester Ruh'.
    Wir führen ein englisches Leben,
    Sind dennoch ganz lustig daneben;
    Wir tanzen und springen,
    Wir hüpfen und singen,
    Sanct Peter im Himmel sieht zu.

    Johannes das Lämmlein auslasset,
    Der Metzger Herodes d'rauf passet.
    Wir führen ein geduldig's,
    Unschuldig's, geduldig's,
    Ein liebliches Lämmlein zu Tod.
    Sanct Lucas den Ochsen tät schlachten
    Ohn' einig's Bedenken und Achten.
    Der Wein kost' kein Heller
    Im himmlischen Keller;
    Die Englein, die backen das Brot.

    Gut' Kräuter von allerhand Arten,
    Die wachsen im himmlischen Garten,
    Gut' Spargel, Fisolen
    Und was wir nur wollen.
    Ganze Schüsseln voll sind uns bereit!
    Gut' Äpfel, gut' Birn' und gut' Trauben;
    Die Gärtner, die alles erlauben.
    Willst Rehbock, willst Hasen,
    Auf offener Straßen
    Sie laufen herbei!

    Sollt' ein Fasttag etwa kommen,
    Alle Fische gleich mit Freuden angeschwommen!
    Dort läuft schon Sanct Peter
    Mit Netz und mit Köder
    Zum himmlischen Weiher hinein.
    Sanct Martha die Köchin muß sein.

    Kein' Musik ist ja nicht auf Erden,
    Die unsrer verglichen kann werden.
    Elftausend Jungfrauen
    Zu tanzen sich trauen.
    Sanct Ursula selbst dazu lacht.
    Cäcilia mit ihren Verwandten
    Sind treffliche Hofmusikanten!
    Die englischen Stimmen
    Ermuntern die Sinnen,
    Daß alles für Freuden erwacht.


    Libretto zur Amphiphilie (von Seda Keskinkılıç) 

    (The hopeful)
    Wir Menschen hängen lose aneinander,
    hier und hier werde ich uns 
    zusammenkleben.
    Gemeinsam wächst uns neue Haut 
    in altem Spreewasser.

    (The amphiphile)
    Ich erinnere mich an unsere Geschichte:
    die Geburt, die uns umhüllte,
    die es uns unmöglich machte,
    uns von diesem Land zu trennen.

    Trennten wir uns, dann nur ungenügend.
    Und jedem bliebe was vom Andern übrig.

    Lass deine Narben sich öffnen 
    und schließen.
    Lass sie zu, mach sie auf. 
    Lass sie zu, mach sie auf.
    Lass sie Kehlkopf im Wort sein, 
    lass sie schwingen.
    Deine Geschichte ist meine 
    und meine ist deine.
    Es rauscht, es rauscht, es rauscht.

    (The in-between)
    Hörst du die Stimmen? 
    Spürst du den Sog? 
    An dir vorüber zog 
    die Erinnerung an eine Handvoll
    Kardamom, Za’tar und kimyon.


    Annem piyango oynadı.
    Bunu asla unutmayacağım.
    Piyango biletleri dikiş makinesinin etrafında
    yığın halinde, asla unutmayacağım.
    Her zaman annemin ve dikiş makinesinin 
    sesini duyacağım.  

    Meine Mutter hat Lotto gespielt.
    Das vergesse ich nie. 
    Die Lottoscheine rund um die Nähmaschine, stapelweise. Ich werde die Stimme meiner Mutter und die Nähmaschine immer hören.

    Anne, dilinde „dil“ „dil“ demek.
    Die Zunge, dil, die Sprache, dil.
    Uyan, annecim. Uyan, dilim.    Mama, in deiner Sprache heißt „Sprache“ „Zunge“.
    Wach auf, Mama. Wach auf, meine Sprache/Zunge.

    Umarım hayallerim bize ağırlaşmaz.
    Hayallerim burda kalmasınlar,
    burada yok olmasınlar.
    Ben geçiciyim. Peki: Derdim geçici mi?

    Ich hoffe, dass unsre Träume nicht zu schwer werden. 
    Nicht, dass sie hier liegenbleiben, verloren gehen. 
    Ich bin vergänglich. Sind es meine Sorgen auch?


    Irgendwo muss es anfangen.
    Irgendwer muss ja beginnen.
    Wir haben den Abgrund gesehen.
    Irgendwo muss es doch hingehen.

    Wir sind so stark, 
    wie wir jeden Morgen rausgehen,
    jeden Tag am Fließband stehen.
    Wie lange noch? Wie lange, sag?
    Nicht lange, nein, ein Mucks, ein Streik,
    ein Gegenwort und alles ist vorbei.

    (The exhausted)
    Um das Alleinsein zu ertragen, 
    halt‘ ich alles andere fest:
    diese Stimmen, diese Körper, diese Briefe.
    Und die Brise dieses Windes 
    ist kein Wind hier,
    keine Kühlung wie zuhause, zu weit weg.
    Wer schenkt mir Trost?
    – Ich habe keine Zeit für Trost.


    Hörst du unsre Stimmen nicht? 
    Hörst du laute Stimmen nicht?
    Hörst du hin, hörst du zu?
    Hörst du uns denn nicht? 
    Deutschlands weißer rechter Fuß
    tagtäglich im Gesicht.


        ألا تسمع أصواتنا ؟
    ألا تسمع الأصوات العالية ؟
    ألا  تسمع ؟ ألا  تصغي ؟
    ألا تسمعنا حقاً ؟
    القدم اليمينية الألمانية البيضاء
    كلّ يوم في الوجه .

    (The in-between)
    Ich spüre dieses winzige Gefühl von: 
    vielleicht.
    Also bleibe ich.
    Und ich fühle dieses Gefühl von: 
    es reicht.
    Trotzdem bleibe ich.

    Notice slowness around you, 
    take a soothing cup of tea,
    feel the grief, hear the sound of pain, 
    they say: 
    sit with it. Even though you want to run –
    but I run. – but they run. – but we run.

    Nimm die Langsamkeit um dich herum wahr, trinke eine beruhigende Tasse Tee,
    spüre den Kummer, höre den Klang des Schmerzes, heißt es: 
    Betrachte es. Auch wenn du rennen willst -
    aber ich renne. - aber sie rennen. - aber wir rennen.


    Wie das neue „Wir“ im alten finden?
    Am Ende wird es niemand sagen können,
    nicht in den Worten jedenfalls, die wir kennen.
    Langsam müssen wir uns los-sprechen.

    Irgendwo muss es anfangen.
    Irgendwer muss ja beginnen.
    Wir haben den Abgrund gesehen.
    Irgendwo muss es doch hingehen.
     

Das Konzerthausorchester Berlin spielt seit der Saison 2023/24 unter Leitung von Chefdirigentin Joana Mallwitz. Sie folgt damit Christoph Eschenbach, der diese Position ab 2019 vier Spielzeiten innehatte. Als Ehrendirigent ist Iván Fischer, Chefdirigent von 2012 bis 2018, dem Orchester weiterhin sehr verbunden.

1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfuhr das heutige Konzerthausorchester Berlin von 1960 bis 1977 unter Chefdirigent Kurt Sanderling seine entscheidende Profilierung und internationale Anerkennung. Seine eigene Spielstätte erhielt es 1984 mit Wiedereröffnung des restaurierten Schauspielhauses am Gendarmenmarkt. Zehn Jahre später wurde das BSO offizielles Hausorchester am nun umgetauften Konzerthaus Berlin und trägt seit 2006 dazu passend seinen heutigen Namen. Dort spielt es pro Saison mehr als 100 Konzerte. Außerdem ist es regelmäßig auf Tourneen und Festivals im In- und Ausland zu erleben. An der 2010 gegründeten Kurt-Sanderling-Akademie bilden die Musiker*innen hochbegabten Orchesternachwuchs aus.

 Einem breiten Publikum auf höchstem Niveau gespielte Musik nah zu bringen, ist dem Konzerthausorchester wesentliches Anliegen. Dafür engagieren sich die Musiker*innen etwa bei „Mittendrin“, wobei das Publikum im Konzert direkt neben Orchestermitgliedern sitzt, als Mitwirkende in Clipserien im Web wie dem mehrfach preisgekrönten #klangberlins oder in den Streams „Spielzeit“ auf der Webplattform „twitch“. Die Verbundenheit mit Berlin zeigt sich im vielfältigen pädagogischen und sozialen Engagement des Orchesters mit diversen Partnern in der Stadt.

JONATHAN NOTT

Jonathan Nott, seit 2017 Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande, hat alle größeren Orchester geleitet, ist mit fast allen berühmten Solisten aufgetreten und blickt auf eine lange Liste von mehrfach prämierten Aufnahmen mit namhaften Labels zurück. In Japan, wo er seit über 12 Jahren als Chefdirigent des Tokyo Symphony Orchestra arbeitet, genießt Nott fast schon Popstar-Status.
Jonathan Nott bringt zudem viel Energie für die Förderung und Bildung der zukünftigen Generationen auf. Er ist regelmäßiger Gastdirigent des Gustav Mahler Jugendorchesters und der Jungen Deutschen Philharmonie – deren Chefdirigent er bis 2024 war – und hat die Gustav Mahler Conducting Competition initiiert.
Nach seinem Musikstudium an der Universität Cambridge, seinem Gesangs- und Flötenstudium am Royal Northern College of Music in Manchester und seinem Dirigierstudium in London begann Jonathan Nott seine Karriere an den Opernhäusern in Frankfurt und Wiesbaden, wo er alle wichtigen Werke des Repertoires dirigierte, darunter Wagners kompletten Ring-Zyklus, der bis heute zu den Kernstücken seines Repertoires gehört.
Zu seinen jüngsten Projekten gehören eine unglaubliche Produktion von Messiaens „Saint-François d’Assise“ in Genf, zwei Konzerte mit den Berliner Philharmonikern mit Werken von Mazzoli, Eötvös und Ives, eine Deutschlandtournee mit der Jungen Deutschen Philharmonie sowie Aufführungen von Wagners Ring mit dem Sinfonieorchester Basel.
2025 dirigierte er das SWR Symphonieorchester, gefolgt vom WDR Sinfonieorchester Köln, der Dresdner Philharmonie und geht dieses Frühjahr auf eine Asien-Tournee mit dem Orchestre de la Suisse Romande.

CAMILLA TILLING

Die schwedische Sopranistin Camilla Tilling zählt zu den weltweit gefragten Sängerinnen. Im Konzertfach war sie zuletzt unter Gustavo Dudamel mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra in Mahlers Sinfonie Nr. 4 zu hören, unter Esa-Pekka Salonen mit dem London Philharmonia Orchestra in Schönbergs „Gurrelieder“, mit Gianandrea Noseda und dem Washington National Symphony Orchestra in Beethovens Sinfonie Nr. 9 und mit Omer Meir Welber und dem Orchestre national de France in Dutilleux’ „Correspondances“. Sie tourte ausgiebig mit Peter Sellars Inszenierungen von Bachs „Matthäus“- und „Johannes-Passion“ mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle und hatte eine besondere Verbindung zu dem verstorbenen Sir Bernard Haitink, unter dessen Leitung sie in Beethovens „Missa Solemnis“ im Teatro alla Scala auftrat. Auf Wunsch Bernard Haitinks sang Camilla Tilling in dessen gefeierten Abschiedskonzerten mit dem Radio Filharmonisch Orkest im Amsterdamer Concertgebouw 2019 Sopranpartien von Richard Strauss.

Camilla Tilling studierte in Göteborg und London. Sie engagiert sich für die Förderung des sängerischen Nachwuchses und gibt regelmäßig Meisterkurse und ist Jurymitglied.

CYMIN SAMAWATIE

Cymin Samawatie arbeitet als Dirigentin, Komponistin, Sängerin und Pianistin.

Sie studierte klassisches Schlagwerk, Klavier und Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie Jazzgesang an der Berliner Universität der Künste. Geistreich, expressiv und mit großer Experimentierlust verwebt sie in ihrer trans-traditionellen Variante der zeitgenössischen Musik globale Instrumentierungen und Musiktraditionen mit urbanen Live-Electronics, multilingualer Lyrik und freier Improvisation.

2002 gründete sie das Quartett Cyminology, in dem sie persische Lyrik, unter anderem von Rumi, Hafis, Khayyam und Forough Farrokhzaad, mit zeitgenössischem Kammerjazz vereint. 2013 rief sie gemeinsam mit Ketan Bhatti das Trickster Orchestra ins Leben, mit dem sie eine neue Form der zeitgenössischen Kunstmusik als Ausdruck einer diversen Gesellschaft vorstellen.

Cymin Samawatie hat unter anderem Werke für Projekte der Berliner Philharmoniker, die Neuköllner Oper, die Komische Oper Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Aalto-Theater Essen, Ensemble Reflektor, Stadttheater Giessen und Theater Aachen komponiert und dirigiert. Ihre Werke thematisieren häufig die Zerbrochenheit einer heimatlos gewordenen Welt und formulieren über spirituelle und mythische Motive neue Utopien eines heilsamen Miteinanders.

Ihr künstlerisches Wirken wurde unter anderem mit dem Deutschen Jazzpreis 2022, dem Jazzpreis Berlin 2022, dem TONALi Award 2022, dem Hauptpreis RUTH 2018 und dem Deutschen Musikautor*innenpreis 2023 ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin an der Kulturakademie Tarabya. Seit 2009 erscheinen ihre Tonträger beim Label ECM Records.

TRICKSTER ORCHESTRA

„Eine babylonische Sprachverwirrung auf musikalischem Spitzenniveau."
(DIE ZEIT)

Das Trickster Orchestra vereint herausragende Solist*innen in einem revolutionären Ensemble der trans-traditionellen Musik. Unter der Leitung von Cymin Samawatie und Ketan Bhatti verbindet das Orchester Instrumente globaler Musiktraditionen in einem Klangkörper zwischen Improvisation und Komposition. Das Ensemble umfasst Solist*innen aus weltweiten Kunstmusiken, dem Jazz, der elektronischen, Echtzeit- und Neuen Musik sowie der freien Improvisation. Sie schmieden einzigartige Klangwelten und überschreiten zwangsläufig überkommene Grenzen. Diese bringt die heutige Vielfalt durch eine Multiplikation der musikalischen Perspektiven, der künstlerischen Möglichkeiten und des kreativen Ausdrucks zum Klingen. So entfaltet das Trickster Orchestra postmigrantische Klangkosmen im Dazwischen und Darüberhinaus – und führt mit Energie, Neugierde und exzellenter Virtuosität in eine der aufregendsten Musikerfahrungen unserer Zeit. 

2021 erschien das Debüt-Album beim Label ECM Records. 2022 gewann das Orchester den Deutschen Jazzpreis als Bestes Großes Ensemble und den Hamburger Klassikpreis TONALi in der Kategorie „Mut zur Utopie“. 2024 würdigte die deutsche Bundesregierung das Ensemble durch Aufnahme in die „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“. 2025 erhielt das Orchester den Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung und den WDR Liminal Music Prize. Im April 2026 stellt das Trickster Orchestra auf der ersten Ausgabe der TransTraditionale, seinem Musikfest der globalen Gegenwart, erstmals deutschlandweite Ensembles und internationale Solist*innen der trans-traditionellen Musikszene im Berliner Radialsystem vor.

Besetzung 
CYMIN SAMAWATIE  Leitung und Mezzosopran
WU WEI Sheng  (auch Mitglied des Asian Art Ensemble und Śabdagatitāra)
MOHAMAD FITYAN  Nay & Kawala
SUSANNE FRÖHLICH  Kontrabassblockflöte & Electronics (auch Mitglied der Marc Sinan Company)
TILMANN DEHNHARD  Querflöte & Kontrabassquerflöte
MILIAN VOGEL  Bassklarinette & Electronics 
BASSEM ALKHOURI  Kanun und Tenor
ELEANNA PITSIKAKI  Kanun 
NAOKO KIKUCHI  Koto (auch Mitglied des Asian Art Ensemble)
AZIN ZAHEDI  Santur (auch Mitglied des Babyblon Orchesters)
CHAM SALOUM  Oud (auch Mitglied des Bridges Kammerorchesters)
MARIA REICH  Violine
GRÉGOIRE SIMON  Viola (auch Mitglied des Solistenensembles Kaleidoskop)
JAKOB NIERENZ  Violoncello (auch Mitglied von Ensemble Reflektor)
RALF CHRISTIAN SCHWARZ  Kontrabass
FLORIAN JUNCKER  Posaune (auch Mitglied des Ensemble LUX:NM) 
MATTHEW BOOKERT  Tuba (auch Mitglied des Hannes Zerbe Jazz Orchesters)
LOLA MLAČNIK  Marimba und Vibraphon
KETAN BHATTI  Drumset und Electronics
 

THE PRESENT

The Present

Das Berliner Vokalensemble THE PRESENT widmet sich der Entwicklung von konzeptuellen Konzertprogrammen sowie eigener Musiktheaterformate und setzt sich dabei gleichermaßen respektlos wie konstruktiv mit Alter Musik, Neuer Musik und Pop auseinander. Das Ensemble besteht aus Solist*innen, Musiktheaterdarsteller*innen und Expert*innen für historische und zeitgenössische Musik, die die Freude am gemeinsamen Klang und das Interesse am Experiment eint.

​Sein Debüt gab THE PRESENT 2019 mit dem Konzertprogramm „Die Wahrheit und das Leben“ bei den Schwetzinger SWR-Festspielen, eine nahtlose Verschränkung von Luciano Berios „A-Ronne“ mit Motetten J. S. Bachs. Seitdem war das Ensemble mit unterschiedlichen, oft maßgeschneiderten Programmen zu Gast unter anderem bei den Thüringer Bachwochen, den Köthener Bachfesttagen, den Kasseler Musiktagen, dem Acht-Brücken-Festival Köln, in der Tonhalle Düsseldorf, bei den Göttinger Händelfestspielen, erneut in Schwetzingen und mehrfach bei den Bregenzer Festspielen. 

2023 veröffentlichte THE PRESENT sein Debütalbum EX UTERO, eine feministische Neudeutung der Marienvesper mit Musik von Chiara Margarita Cozzolani, Hildegard Westerkamp, Michèle Bokanowsky und Catherine Lamb, nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. In performativen Arbeiten beschäftigt sich THE PRESENT mit aktuellen Themen wie der Klimakatastrophe (Trilogie „THE PRESENT rettet die Welt“ mit Therese Schmidt), Selbstoptimierung („Händel im Affekt“ – ein Selbsterfahrungsseminar) oder Vermögensungleichheit („Geld“ mit Musik von J. S. Bach). Im vergangenen Jahr feierte die Musiktheater-Arbeit „Der Preis ist Ei – Ein Zyklusliederzyklus“ an der Neuköllner Oper Premiere.

Das Ensemble war zamus: advanced artist in residence des ZAMUS und erhielt das reload-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes. THE PRESENT wird von Hanna Herfurtner, Amélie Saadia und Olivia Stahn künstlerisch geleitet.

Seda Keskinkılıç

ist Autor*in für Prosa, Hörstücke und Texte für die Bühne. Nach einem Studium der Philosophie und Sprachwissenschaft in Heidelberg, Kopenhagen, Budapest und Zürich arbeitete Seda Keskinkılıç 2018 am Schauspielhaus Bochum in den Bereichen Regie und Dramaturgie. 2022 initiierte Keskinkılıç die Gründung des Basamum Theater – ein Theater für mehr soziale Gerechtigkeit und radikale Diversität in Kunst und Kultur, das 2023 mit dem Kulturförderpreis des Dachverbandes Kunst und Kultur ausgezeichnet wurde. Seda Keskinkılıç lebt und arbeitet in Mannheim.

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Vom Anfangen...

mit Geigerin Linda Fichtner

Linda Fichtner

Wie hat das angefangen mit Dir und der Geige?

Musik hat immer eine große Rolle in meiner Familie gespielt, mein Vater ist Musiker. Ich habe viel klassische Musik gehört, im Chor gesungen, Ballettunterricht genommen – das hat mich alles sehr fasziniert. Zuerst bekam ich Klavierunterricht. Das Zimmer der Lehrerin war ganz weiß – die Schränke, der Flügel, der Teppich, alles. Das fand ich als Kind irgendwie unheimlich. Deshalb habe ich gesagt, da gehe ich nicht wieder hin. Ein Bekannter meiner Familie gab Geigenunterricht, also habe ich das probiert. Der Anfang war nicht leicht, aber ich bin dabeigeblieben.

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