Bloß nicht verpassen – Konzerttipps für April

von Konzerthaus Berlin 7. April 2026

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Alexandra Kehrle © Tobias Kruse / OSTKREUZ

WORAUF WIR UNS IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN BESONDERS FREUEN

Was bleibt, ist die Liebe

Klarinettistin Alexandra Kehrle hat am 12. April mit Geigerin Avigail Bushakevitz, Cellist Taneli Turunen und Pianist Florian von Radowitz ein ganz besonderes Matinee-Konzert vor sich. Auf dem Programm steht das „Quartett für das Ende der Zeit“: Komponist Olivier Messiaen und  Klarinettist Henri Akoka waren zusammen in Kriegsgefangenschaft geraten und warteten auf den Transport in ein deutsches Lager.

„Mich berührt die Geschichte, wie der Klarinettist Henri Akoka 1940 auf einem Feld in Frankreich das Solostück ‚Abgrund der Vögel‘ inmitten von Tausenden von Mitgefangenen zur Uraufführung brachte. Es gibt Momente im Stück, die frei sind von jeder Takteinheit, und es fühlt sich an, als ob sich Raum und Zeit darin auflösen. Ich empfinde auch, als ob an einem Punkt alles zusammenbricht, und am Ende bleibt das Geigen-Solo übrig. Hier schreibt Messiaen ‚Avec amour‘. Es ist für mich sehr berührend, wie inmitten all dieser Dunkelheit etwas so Schönes und Reines bleibt. Er schreibt ‚der Lobgesang ist ganz und gar Liebe‘. Ich fühle große Ehrfurcht vor diesem Stück und finde es wundervoll, dass der Schauspieler Stephan Szász passende Texten dazu liest.“ 
 

Riesengroße Inspiration

Avigail Bushakevitz

Avigail Bushakevitz aus den Ersten Geigen freut sich aus mehreren Gründen auf das Konzert am 17. & 19. März, wenn Iván Fischer das KHO erst mit einer von Bachs Ouvertüren und dann mit seiner Komposition „Dance Suite – In Memoriam J.S. Bach“ leitet:

„Iván Fischer war Chefdirigent, als ich im Orchester angefangen haben. Eines meiner schönsten Erlebnisse am Konzerthaus war Bachs Matthäus-Passion mit ihm. Ich habe sie da zum ersten Mal gespielt, denn ich bin nicht Deutschland aufgewachsen, wo es lange Tradition hat, seine Passionen jedes Jahr aufzuführen. Das war unvergesslich.

Iván Fischer war von Anfang an eine riesengroße Inspiration für mich. Seine Ideen sind im wahrsten Sinne des Wortes originell – sie stammen ganz und gar von ihm. Auf seine „Dance Suite“ bin ich sehr gespannt. Mit unserer Solistin Diana Tishchenko habe ich zusammen studiert. Sie hat eine große Karriere gemacht, und ich freue mich, sie nach langer Zeit wiederzusehen. Außerdem spielen wir noch Dvořáks achte Sinfonie. Das ist einfach wunderbare Musik. Dvořák nimmt diese sehr volkstümlichen Melodien und macht ein Werk daraus, das sich für mich wie eine der großen romantischen Sinfonien anfühlt. Ich liebe dieses Stück und bin glücklich, zu so einem herrlichen Programm aus der Elternzeit zurück ins Orchester zu kommen!“ 

Musik aus vielen Schubladen

Eleonora Gelmetti ist gespannt auf das dritte Konzert „Berlin Tracks“ am 27. April: „Als Social Media Managerin hatte ich schon im Vorfeld viel mit dieser neuen Reihe zu tun und bin vielleicht ein bisschen befangen. Aber ich mag auch sonst Musik, bei der ich nicht sofort weiß, in welche Schublade sie gehört. Derya Yildirim ist dafür ein gutes Beispiel – sie spielt Bağlama, singt und tritt seit Jahren immer wieder gemeinsam mit Ensemble Resonanz auf. Dass sie jetzt außerdem zusammen mit Avi Avital und seiner Barockmandoline auf unserer Bühne steht, macht mich neugierig.“

Weiterleitung

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