14.00 Uhr
Espresso-Konzert
Komponist Olivier Messiaen und Klarinettist Henri Akoka waren zusammen in Kriegsgefangenschaft geraten und warteten auf den Transport in ein deutsches Lager. Klarinettistin Alexandra Kehrle über den Ursprung von Messiaens ‚Quartett für das Ende der Zeit‘:
„Mich berührt die Geschichte, wie der Klarinettist Henri Akoka 1940 auf einem Feld in Frankreich das Solostück ‚Abgrund der Vögel‘ inmitten von Tausenden von Mitgefangenen zur Uraufführung brachte. Es gibt Momente im Stück, die frei sind von jeder Takteinheit, und es fühlt sich an, als ob sich Raum und Zeit darin auflösen. Ich empfinde auch, als ob an einem Punkt alles zusammenbricht, und am Ende bleibt das Geigen-Solo übrig. Hier schreibt Messiaen ‚Avec amour‘. Es ist für mich sehr berührend, wie inmitten all dieser Dunkelheit etwas so Schönes und Reines bleibt. Er schreibt ‚der Lobgesang ist ganz und gar Liebe‘. Ich fühle große Ehrfurcht vor diesem Stück und finde es wundervoll, dass der Schauspieler Stephan Szász passende Texten dazu liest.“
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