Avigail Bushakevitz

Mein Lieblingsort in Berlin

Das Tempelhofer Feld ist ein eigentümlicher und magischer Ort für mich. Das hat natürlich direkt damit zu tun, dass mein erstes Berliner Viertel, als ich 2013 hierher gezogen bin, Neukölln war, gleich um die Ecke. Ich war so überrascht, dieses zwar nicht schöne, aber völlig originelle Stück Land zu entdecken, voller Berliner, die dort ihre Freizeit sehr kreativ verbrachten. Ich besorgte mir ein paar Rollerblades und gesellte mich zu den Drachenfliegern, Skateboardern, Stadtgärtnern, Radfahrern und Wiesenträumern, die den Berliner Wind einfangen. Wie das Tempelhofer Feld, so ist Berlin für mich: Schmucklos, aber wunderschön.

Mein schönstens Konzerterlebnis

Schuberts großes C-Dur-Streichquintett ist ein Stück, das ich wegen seiner Schönheit und Vollkommenheit verehre. Als Studentin in Tel Aviv habe ich dieses großartige Werk zum ersten Mal gespielt und wartete seitdem auf eine weitere Gelegenheit, es zum Klingen zu bringen. Mit meinen Konzerthaus-Kollegen, darunter auch mit meinem Mann, habe ich es im März 2018 im Kleinen Saal aufgeführt. Ein Stück zu spielen, das ein weit größeres Kunstwerk ist, als ich es als Künstlerin bin, ist ein unschätzbares Privileg. Und dann singen die Celli in Terzen los, endlich wieder...