13.00 Uhr
Rundgang
Nicht verpassen sollte man das Konzert im Kleinen Saal am 7. Mai, findet Geigerin Linda Fichtner:
„Im Konzerthaus Kammerorchester musiziere ich mit Kolleginnen und Kollegen, die meine Begeisterung für Kammermusik teilen. Für alle ist diese Konstellation eine Herzensangelegenheit.
Oft sind viele von uns in einer Konzertwoche mit dem Kammerorchester außerdem im Konzerthausorchester besetzt. Nach den täglichen Proben aus dem Großen in den Kleinen Saal zu wechseln, um parallel unser Programm vorzubereiten, bedeutet einigen zusätzlichen Energie- und Zeitaufwand. Aber nach jedem Kammerorchesterkonzert wissen wir, warum es sich gelohnt hat!
Auch dieses Mal spielen wir wieder ein fantastisches Programm: Drei frühe Sinfonien von Joseph Haydn werden im Mittelpunkt stehen, „Le matin“, „Le midi“ und „Le soir“, ein richtiger kleiner Zyklus. Ich liebe Haydn immer mehr und bin sehr gespannt, weil Michael Erxleben, mein ehemaliger Lehrer an der Hochschule für Musik, dieses Programm mit uns erarbeiten wird. Sein Unterricht war für mich mehr als inspirierend, und ich habe ihm viel an musikalischer Bildung und Ideen zu verdanken. Zusätzlich spielt auch unsere Künstlerische Leiterin Sayako Kusaka mit. Was für eine Besonderheit, zwei Konzertmeister in einem Konzert mit dem Kammerorchester – ich freue mich unglaublich darauf!“
Wer immer schon mal einen Blick in den Alltag einen Musikerhaushalts werfen wollte, sollte sich ein Konzert am 8. Mai im Werner-Otto-Saal in den Kalender eintragen, empfiehlt unser Solo-Pauker Mark Voermans. Dann spielen seine Frau Maren und er (aka Schlagwerk Voermans) zum ersten Mal ihre „Drumcom – Ein Abend bei den Voermans“:
„Dabei steht „Drum“ für unser Instrumentarium, darunter Marimbaphon, Vibraphon, Trommeln, Becken – also jede Menge Schlagwerk – und ‚Com‘ für Komödie. Wir führen ein kleines Drama um den alltäglichen Wahnsinn auf, der entsteht, wenn ein eingespieltes Ehepaar Gäste zum Dinner eingeladen hat. Die vertrauten, manchmal absurden Routinen, die da entstehen, haben wir mit Rhythmus, Witz und Timing zu klassischer Musik verschiedener Epochen choreographiert. Es wird geschnippelt, gerührt, gewürzt, der Auflauf in den Ofen geschoben, der Tisch gedeckt... auch Alltagsgegenstände zum Einsatz, von Leiter und Besen über Gläser bis zur Spülbürste. Außerdem haben wir zum Beispiel ein Bottlephone aus gestimmten PET-Flaschen gebaut. Szenische Elemente und Musik gehen ineinander über und ergänzen einander. Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich losgeht, denn die Vorbereitung, bei der uns der Regisseur Dirk Engler begleitet hat, war ein wirklich langer Prozess.“
Bratscherin Katja Plagens freut sich auf Kammermusikmatinee am 24. Mai:
„Im letzten Sommer ist das Konzerthausorchester Berlin als 43. Mitglied der Initiative ‚Orchester des Wandels‘ beigetreten, denn auch wir sehen ‚Klima-, Natur- und Artenschutz als Teil unseres Kulturauftrags‘.
In unserem ersten Konzert in diesem Rahmen widmen wir uns passend zum ‚Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums‘ der UN Werken, die das Zusammenleben von Mensch und Natur zum Thema haben.
Beethovens ‚Pastorale‘ hat bereits ein Zeitgenosse des Komponisten für Streichsextett bearbeitet. Die Sinfonie in dieser Fassung zu musizieren, fühlt sich ein bisschen an, als hätten wir ‚sturmfrei‘: Auf einmal spielt man Melodien von Horn, Klarinette oder Fagott – und keine Dirigentin, kein Dirigent steht vor einem. Für Klughardts ‚Schilflieder‘ haben wir mit unserer Oboistin Nadine Resatsch aber auch eine echte Holzbläserin dabei. Zwischendurch informieren wir ein wenig über die Anliegen und Ziele der Initiative.“