Bloß nicht verpassen – Konzerttipps für Januar

von Konzerthaus Berlin 2. Januar 2026

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Norbert Möller, Klarinettist © Markus Werner

WORAUF WIR UNS IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN BESONDERS FREUEN

Gewagt und ziemlich cool

Eleonora Gelmetti ist unsere Social Media-Managerin. Sie empfiehlt die zweite Folge „Berlin Tracks“ mit Giorgi Gigashvili am 10. Januar

„Ich finde diese Reihe spannend, weil sie Musiker*innen aus der Stadt und darüber hinaus mit den unterschiedlichsten musikalischen Wurzeln in unseren Konzertsaal bringt. Auf Giorgi Gigashvili freue ich mich besonders und bin gespannt, wie seine Mischung aus Klassik, Pop und Elektro live klingen wird. Ich finde super, dass das Programm so experimentell ist. Schostakowitsch und dann Rosalía klingt ja erstmal gewagt, ist aber genau deshalb ziemlich cool. Mit seiner lockeren, offenen Art und seiner großen musikalischen Neugier bringt Giorgi auf jeden Fall die richtige Energie dafür mit.“

Seite an Seite mit der Zukunft

Für den 16. Januar legt Solo-Bassklarinettist Norbert Möller Ihnen unser „Tutti Pro“-Konzert ans Herz. Im Rahmen dieser Initiative von Jeunesses Musicales Deutschland und unisono übernehmen Berufsorchester Patenschaften für hervorragende Jugendorchester, und spielen jede Saison in einem Konzert Seite an Seite:

„Die enge Verbindung zwischen dem Konzerthausorchester Berlin und dem Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach reicht Jahrzehnte zurück. Unser Orchester hieß noch Berliner Sinfonie-Orchester und die Schule war eine Spezialschule für Musik der DDR. Die künstlerische Ausbildung wurde vorrangig von Orchesterkollegen auch aus unserem Orchester übernommen. Nicht wenige der Absolventen spielen heute bei uns oder haben den Weg in andere renommierte Orchester gefunden.

Ich bin in den 1970er Jahren selbst Schüler dieser Schule gewesen, mittlerweile unterrichte ich dort seit Jahrzehnten Klarinette, Kammermusik und Orchesterspiel. Für mich ist es ein glücklicher Umstand, dass bei diesem Konzert meine Schüler neben mir sitzen werden. Louis zum Beispiel, der in der Rosenkavalier-Suite die 1. Stimme spielen wird, hat bei mir seine allerersten Klarinettentöne hervorgebracht, jetzt gehört er nach hunderten intensiven Unterrichtsstunden in neun Jahren und schätzungsweise über 7.000 Stunden individuellen Übens zu den besten Nachwuchsmusikern des Landes. 

Der Solist des Konzerts an Vibraphon und Marimba, Schlagzeuger Alexej Gerassimez, ist ebenfalls ein Ehemaliger. Er hat sich inzwischen als Komponist für seine Instrumente einen Namen gemacht, so dass wir nicht nur Werke von Korngold und Strauss, sondern auch von ihm spielen werden.“

Behütet und denoch einsam

Kana Himeno, unsere Teamassistentin Kommunikation/Marketing, freut sich besonders auf das Rezital unserer Artist in Residence Alice Sara Ott am 26. Januar:

„Als ich das erste Mal eines der Nocturnes von John Field gehört habe, verliebte ich mich sofort in die Musik. Anders, als ich bisher dachte, ist er der Erfinder dieser Form, die mich für einen Moment sogar den Alltagstrubel in der U-Bahn vergessen lässt. Die Nocturnes wecken Kindheitserinnerungen in mir: Wer schon einmal in Japan abends durch die Gassen voller Neon-Leuchtreklamen gelaufen ist, erinnert sich womöglich wie ich an das damit verbundene behütete, aber dennoch einsame Gefühl, das mir sehr vertraut ist. Als jemand, der in Deutschland aufgewachsen ist und den Großteil seiner Familie dort nur in den Sommerferien besucht hat, kann ich mich sehr gut mit der Idee hinter Fields Musik identifizieren. Die Einspielung von Alice Sara Ott reizt mich ganz besonders, weil sie es in einem Video sogar schafft, mit einem LED-Screen eine Gaming-Kulisse in die Welt der klassischen Musik zu bringen.

Passend zu den Nocturnes freue ich mich auf eine frühe und eine späte Beethoven-Sonate, zwei Werken, die etwas von dem Klischeebild Beethovens abweichen – vor allem die Nr. 19, die wahrscheinlich nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen war und von daher für meinen Geschmack etwas Intimes mit sich bringt, wie etwa deleted scenes aus einem Film. Lassen Sie sich überraschen, welche Erinnerungen bei Ihnen an diesem Abend inmitten des kalten Berliner Abends geweckt werden!“

Weiterleitung

Für diese Veranstaltung erhalten Sie Tickets nicht über unseren Webshop. Sie werden daher auf eine externe Seite des Veranstalters weitergeleitet. Falls Sie Buchungen auf konzerthaus.de nicht abgeschlossen haben, verfallen diese nach 20 Minuten.

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