Willkommen an der Kurt-Sanderling-Akademie

von Annette Zerpner 15. Januar 2026

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Akademistinnen Saara Lassila und Karla Wulff bei einer Kammermusikprobe © Simon Pauly

Unsere „Neuen“

Bratscher Joon Hurh entspannt an Wochenenden gern mal daheim – Gesellschaft leistet ihm dabei seine Katze. Als er ein kleiner Junge war, fanden seine Eltern, dass ihm ein Instrument gut tun würde. Er begann mit Geige: „Am Anfang war es sehr schwierig, einen schönen Klang zu erzeugen. Ich beschloss, mich der Herausforderung zu stellen und spielte weiter. Aber ich war sehr unzufrieden.“ Das änderte sich, als er mit 17 zur Bratsche wechselte. In deren Klang hatte der britische Musiker sich in einem Konzert verliebt: „Bis heute bin ich froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben.“

Sein Lieblingskomponist ist Robert Schumann. In einem anderen Leben hätte er vielleicht Cello oder Saxophon gespielt. Joon ist froh, dass er in seinem Beruf „etwas macht, was ich liebe.“ Ein alternativer Job müsste für ihn gut bezahlt sein, denn er kauft gern „schöne Dinge“. Weil er auch sehr gern immer neue Bratschen und Bögen verschiedener Geigenbauer ausprobiert, könnte er sich gut vorstellen, Bögen zu sammeln. Koreanisches Essen mag Joon am liebsten.

Bratscher Zeyang Kan spaziert an Wochenenden durch Berlin oder geht in Museen – aber zu Hause ist er ebenfalls sehr gern. Zur Musik kam er, als seine Eltern sahen, dass viele andere Kinder ein Instrument spielen. Sie haben ihn dann einfach auch zum Unterricht angemeldet.

Der Musiker aus China mag Werke von Johannes Brahms besonders gern und würde neben seinem Instrument gern Gitarre spielen können. In einem anderem Leben wäre er vermutlich Stylist, denn er liebt „einfach alles, was mit Styling und Mode zu tun hat“. Zeyang sammelt Schallplatten und Kronkorken. Sein Lieblingsgericht: Hotpot!

Konzerte anhören, Sport machen und sich mit Freunden treffen sind übliche Wochenendaktivitäten unserer Akademistin Saara Lassila. Die finnische Musikerin hat als 12-jährige Geigerin in einem Streichorchester die Liebe zu ihrem heutigen Instrument entdeckt: Der tiefe Klang des Kontrabass hat es ihr sofort angetan, bald darauf sie begann mit Unterricht. Saara findet es schwierig, lediglich einen Lieblingskomponisten zu nennen. Aber zwei mag sie besonders gern: Igor Strawinsky und Gustav Mahler. Ein weiteres Instrument, dass sie gern beherrschen würde, wäre „wegen seines wunderbaren, majestätischen Klangs“ das Horn.

Wenn er am Wochenende nicht grade selbst spielt, geht Geiger Johannes Tentschert sehr gern in Konzerte: „Berlins Kultur- und Orchesterlandschaft ist so vielfältig, dass man immer interessante und hochklassige Konzerte quasi vor der Haustür hat.“ Schon als Kind haben ihn Gustav Mahlers Sinfonien „für den berauschenden Klang eines Orchesters” begeistert. Bis heute ist der Komponist sein Favorit.

Wegen der „harmonischen Möglichkeiten und des wunderbaren Repertoires“ wäre der Geiger auch gerne Pianist. Als großer Sport- und insbesondere Fußballfan hätte er in einem anderen Leben vielleicht seinen Kindheitstraum verwirklicht und wäre Sportreporter geworden.

Johannes liebt auf dem Teller „so ziemlich alles, was die italienische Küche zu bieten hat.“ Ganz oben auf der Liste: Lasagne!

Karla Wulff genießt es, in ihrer Freizeit Musik in den zahlreichen Berliner Konzertsälen und Opernhäusern zu hören. Ganz oben auf der Liste der Lieblingskomponisten unserer dänischen Kontrabassistin stehen Werke von Jean Sibelius und Gustav Mahler. Ein alternatives Instrument wäre für sie das Cello, „damit ich auch Streichquartett spielen könnte“.

Unsere Celloakademistin Yu-Ju Yen stammt aus Taiwan. Als Neuberlinerin ist sie am Wochenende gern in verschiedenen Kiezen unterwegs und entdeckt Cafés. Außerdem versucht sie natürlich, auch am Wochenende etwas zu üben. Yu-Ju kann sich noch erinnern, dass ihr als kleines Mädchen eigentlich das Horn am besten gefallen hätte, aber ihre Mutter überzeugte sie dann, Cello zu lernen: „Vermutlich fand sie, dass ein Blasinstrument in der Familie genug ist – meine ältere Schwester hat nämlich schon Oboe gespielt.”

Johann Sebastian Bach ist gerade der Lieblingskomponist der Cellistin. Auch heute noch wäre das Horn ihre Lieblingsalternative unter den Instrumenten: „Ehrlich gesagt würde ich jedes der Blechblasinstrumente wählen – ein wasserdichtes Instrument ist einfach viel cooler!“

Die Frage, was sie wohl im Leben täte, wenn sie keine Musikerin wäre, hat Yu-Ju in letzter Zeit viel beschäftigt: „Ich würde wohl mein Bestes geben, um einen Medizinstudienplatz zu bekommen und Gynäkologin werden. Oder ich würde eine kleine biologische Gemüsefarm betreiben.“

... und wer schon länger dabei ist

Zur Flöte kam Giorgio Bani eher durch Zufall: Die anderen drei verfügbaren Instrumente waren schon besetzt, als er nach seinem älteren Bruder und zwei Freunden in der Mittelstufe der örtlichen Musikschule begann, die Flöte noch frei. Aber das war dann auch zugleich ein Glücksfall. Außerdem ist Giorgio Klavierfan: „Es ist, als hätte man ein ganzes Orchester unter den Händen“.

Sein Lieblingskomponist? „Es klingt nach einer offensichtlichen Antwort, aber Beethoven ist der Komponist, der mich am meisten berührt.“ In einem alternativen Leben sähe er sich in einem Beruf, der ihn „in Kontakt mit der Natur“ bringt. Und das Lieblingsessen unseres aus dem italienischen Bergamo stammenden Flötisten ist „auf jeden Fall Lasagne“.

Geigerin Veronika Kahrer ist noch dabei, auf „gemeinsamen Unternehmungen mit Freunden“ ihre Berliner Lieblingsorte zu entdecken, denn an Wochenenden stehen natürlich oft üben, Proben und Konzerte auf ihrem Programm. In ihr Instrument hat sich die Österrreicherin schon früh verliebt: „Ich habe ein Streicherensemble gehört und meiner Mutter gesagt, dass ich da mitspielen möchte. Darauf hat sie mir erklärt, dass ich dafür Geige lernen müsse und ich habe ihr entgegnet, ok, das mache ich.“ Gesagt, getan!

Ihr großes Ziel war seitdem, gemeinsam mit anderen zu musizieren – zur Zeit in unseren Zweiten Geigen. Zusätzlich zur Violine würde Veronika gerne „besser Klavier spielen“ können, außerdem singt sie gern. Wenn sie nicht Musikerin wäre, würde sie vielleicht „im Gesundheitsbereich, zum Beispiel als Physiotherapeutin“ arbeiten. Sie mag mediterrane Küche – am liebsten, wenn Familie und Freunden mit um den Tisch sitzen.

Veronika Kahrer

Dass Pei-Ying Lee heute als Akademistin unsere Ersten Geigen verstärkt, hatte von Anfang an mit Berlin zu tun: „Mit drei Jahren wollte ich gern lernen, Geige zu spielen, weil ich eine DVD der Berliner Philharmoniker geschaut habe. Plácido Domingo dirigierte eine „Spanische Nacht“ in der Waldbühne und die Geigerin Sarah Chang spielte Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate im 2001. Es war sehr beeindruckend für mich und ich sagte meiner Mutter, dass ich Geige spielen wollte. Aber meine Mutter ist Pianistin, deswegen habe ich zuerst bei ihr Klavier gelernt. Zwei Jahre später erhielt ich endlich meinen ersten Violinunterricht!“

Mit ihren historischen Gebäuden ist die Museumsinsel der Berliner Lieblingsort unserer aus Taiwan stammenden Geigerin. Ihr Lieblingskomponist ist Mozart, und außer Violine spielt sie Klavier „und ein bisschen Gitarre“. Wenn sie keine Musikerin wäre, würde Pei-Ying vielleicht ein Restaurant eröffnen, denn sie liebt „leckeres Essen – ganz besonders taiwanesische Rindfleischnudeln“.

Tigran Mirzoian, unserem Schlagzeug-Akademisten, gefällt es in Berlin auf dem Boulevard Unter den Linden: „Ich mag, wie breit und offen die Straße ist. Das erinnert mich an die Stadt, aus der ich komme – St. Petersburg.“ Er würde gern Cello spielen können und ebenso gern Klavier „auf professionellem Niveau“. Wenn er kein Musiker geworden wäre, hätte man ihn vielleicht im Bereich Fotografie oder in der Filmindustrie getroffen.

David Navarro spielt bei uns in den Zweiten Violinen und genießt die unterschiedlichen Seiten Berlins: „Oft entspanne ich mich ruhig mit ein paar Freunden. Aber wenn ich ein paar Tage frei habe, mag ich es sehr, tanzen zu gehen, das macht unglaublich viel Spaß!“ Einen Lieblingsort hier hat er nicht – es gefällt ihm überall, wo er sich mit sympathischen Leuten trifft.

Auch bei Komponisten hat David nicht einen Favoriten, sondern viele – „... je nach Stimmung Bach, Mozart, Schubert, Mahler...“. In einer alternativen Welt wäre er wahrscheinlich Psychologe, vermutet er. Das liegt bei ihm in der Familie – es ist der Beruf seiner Mutter. Sein Vater war Korrepetitor an der Musikhochschule Valencia: „Dadurch habe ich immer viele Geiger zu Hause gesehen und gehört. Als 3 Jahre alt war, habe ich dann den ersten Unterricht bekommen.“ Ach, und „ohne Zweifel“ ist Pizza sein Lieblingsessen!

Bratscherin Yeunwoo Park stammt aus Korea. Ihr Lieblingsort in Berlin ist der Treptower Park: „Ich gehe dorthin, wenn ich Zeit habe, frische Luft schnuppern will oder eine Pause brauche.“ Bei ihrem alternativen Orchesterinstrument ist sie sich ganz sicher: „Klarinette! Ich liebe die Klangfarbe der Klarinette sowie die besondere Atmosphäre, die sie schafft, und würde gerne lernen, sie zu spielen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte!“ Und bei Lieblingsgerichten macht sie mühelos den Spagat zwischen ihrer aktuellen Wahlheimat und ihrer Heimat: „Am liebsten mag ich deutsches Essen mit Flammkuchen und koreanisches Essen mit Koreanischen Pfannkuchen.“

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