Papa Haydn

7. Juni 2026

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Inhalt

Mitglieder des Konzerthausorchester Berlin
Sayako Kusaka Violine und Leitung
Alice Sara Ott Klavier (Artist in Residence)

Carl Philipp Emanuel Bach
Sinfonia für Streicher und Basso continuo C-Dur Wq 182/3

Joseph Haydn
Konzert für Klavier und Orchester F-Dur Hob XVIII:F2

Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento B-Dur KV 137

Joseph Haydn
„Der erste Kuß“ für Singstimme und Klavier

Joseph Haydn
Divertimento C-Dur Hob XIV:C2

Ignaz Josef Pleyel
Rondo C-Dur für zwei Klarinetten

Ignaz Josef Pleyel
Sechs Duos für zwei Violinen op. 23

Joseph Haydn
„Es weiden meine Schafe“ (Hob. XXXIa:153)

Wolfgang Amadeus Mozart
„Eine kleine Nachtmusik“ G-Dur KV 525

Joseph Haydn
Konzert für Klavier und Orchester D-Dur Hob XVIII:11

Papa Haydn

„Joseph Haydn wurde von seinen Musikerkollegen und Zeitgenossen liebevoll ‚Papa Haydn‘ genannt. Das war Ausdruck ihrer Zuneigung zu ihm als Menschen und einer Art ‚Vaterfigur‘ sowie ihrer Bewunderung für den Komponisten, dessen Stil nicht nur ihre, sondern auch viele nachfolgende Generationen prägte, die ihn ‚Vater der Sinfonie‘ und ‚Vater des Streichquartetts‘ nennen sollten. Das Prgramm ist eine Hommage an Haydn und seine Zeitgenossen im Stile von Hausmusik. Darin bildet es einen Kontrast zur formellen, strikten Weise, in der wir deren Musik heutzutage meistens in Konzertsälen hören. Wir stellen Lieder, Kammer- und Ensemblewerke von Haydn, Mozart, Pleyel und Carl Philipp Emanuel Bach einander gegenüber. Obwohl nicht alle komplett gespielt werden, sind die Übergänge zwischen den
aufeinander abgestimmten und kontrastierenden Stücken fließend. Das gibt einen Einblick, wie diese Musik daheim unter befreundeten Musikern gespielt wurde.“

Pianistin Alice Sara Ott über das von ihr konzipierte Konzertprogramm

Das Konzerthausorchester Berlin spielt seit der Saison 2023/24 unter Leitung von Chefdirigentin Joana Mallwitz. Sie folgt damit Christoph Eschenbach, der diese Position ab 2019 vier Spielzeiten innehatte. Als Ehrendirigent ist Iván Fischer, Chefdirigent von 2012 bis 2018, dem Orchester weiterhin sehr verbunden.

1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfuhr das heutige Konzerthausorchester Berlin von 1960 bis 1977 unter Chefdirigent Kurt Sanderling seine entscheidende Profilierung und internationale Anerkennung. Seine eigene Spielstätte erhielt es 1984 mit Wiedereröffnung des restaurierten Schauspielhauses am Gendarmenmarkt. Zehn Jahre später wurde das BSO offizielles Hausorchester am nun umgetauften Konzerthaus Berlin und trägt seit 2006 dazu passend seinen heutigen Namen. Dort spielt es pro Saison mehr als 100 Konzerte. Außerdem ist es regelmäßig auf Tourneen und Festivals im In- und Ausland zu erleben. An der 2010 gegründeten Kurt-Sanderling-Akademie bilden die Musiker*innen hochbegabten Orchesternachwuchs aus.

 Einem breiten Publikum auf höchstem Niveau gespielte Musik nah zu bringen, ist dem Konzerthausorchester wesentliches Anliegen. Dafür engagieren sich die Musiker*innen etwa bei „Mittendrin“, wobei das Publikum im Konzert direkt neben Orchestermitgliedern sitzt, als Mitwirkende in Clipserien im Web wie dem mehrfach preisgekrönten #klangberlins oder in den Streams „Spielzeit“ auf der Webplattform „twitch“. Die Verbundenheit mit Berlin zeigt sich im vielfältigen pädagogischen und sozialen Engagement des Orchesters mit diversen Partnern in der Stadt.

Alice Sara Ott

Alice Sara Ott

Mit ihren visionären Projekten und weltweit erfolgreichen Alben ebenso wie in ihrer Zusammenarbeit mit führenden Orchestern, Dirigentinnen und Dirigenten ist unsere neue Artist in Residence, Pianistin Alice Sara Ott, eine der fortschrittlichsten klassischen Musikerinnen. Seit über 16 Jahren ist sie Deutsche Grammophon-Künstlerin, ihre Aufnahmen wurden mehr als 500 Millionen Mal gestreamt. Auf bahnbrechenden Tourneen definiert sie klassische Musik neu für unsere Zeit, was sie zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation macht.

Mit dem für sie komponierten Klavierkonzert unseres Composer in Residence Bryce Dessner begann Alice Sara Ott ihre Residency gleich mit der Saisoneröffnung. Mehrfach wird sie als Solistin beim Konzerthausorchester zu Gast sein. Auch ihr John-Field- und Beethoven-Projekt, mit dem sie gerade auf China- und Europatournee war, steht bei uns auf dem Programm, ebenso ihr neues Kammermusikprojekt „Papa Haydn“.

Mit Isabelle Huppert ist die Künstlerin im Dezember 2025 in der Pariser Fondation Louis Vuitton in einer Inszenierung zu erleben, die auf dem Briefwechsel zwischen John Cage und Merce Cunningham beruht und deren Musik von Bryce Dessner stammt. 2026 erscheint bei Deutsche Grammophon ihr Album mit Werken für Klavier solo von Jóhann Jóhannsson. Ihr aktuelles Album von 2025 mit den kompletten Nocturnes von John Field ist weltweit erfolgreich und stand sechs Wochen an der Spitze der Apple Music Classical Charts.

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