Unter Sternen

16. bis 25. April 2027

Der Blick zu den Sternen rückt die Menschheit als Ganzes in den Fokus: Im Verhältnis zu Unermesslichkeit und Rätselhaftigkeit des Universums müssen „alle nationalen, ethnischen oder religiösen Chauvinismen, die in der heutigen Welt bedauerlicherweise zunehmen, grotesk erscheinen“, bringt es unsere Composer in Residence Unsuk Chin auf den Punkt. Im Festival „Unter Sternen“ zoomt das Konzerthaus Berlin für zehn Tage in den kosmischen Weitwinkel und begibt sich auf eine Reise ins Weltall – und zu uns selbst.

Wie keine andere Kunstform ist Musik in der Lage, den unfassbaren Dimensionen des Universums einen Ausdruck zu verleihen. Nicht ohne Grund haben schon frühe Astronomen die Bewegungen der Himmelskörper als musikalische Ordnung der „Sphärenharmonie” verstanden – eine Vorstellung, die von der Antike über die Renaissance bis zu Komponisten des 20. Jahrhunderts wie György Ligeti wirkte. 

Seine mikropolyphonen Klanggewebe in „Atmosphères“ und „Lux aeterna“ wurden in den 1960er Jahren zum kongenialen Soundtrack von Stanley Kubriks Meisterwerk „2001: A Space Odyssey“. Zum Festivalauftakt zeigen wir den Science-Fiction-Klassiker auf großer Leinwand mit vom Konzerthausorchester gespielter und vom RIAS Kammerchor gesungener Filmmusik.

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