Bloß nicht verpassen – Tipps aus dem Konzerthaus Berlin

von Konzerthaus Berlin 31. Oktober 2022

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Iria Folgado © Tobias Kruse / OSTKREUZ

Worauf wir uns in den nächsten Wochen besonders freuen

Wenn große romantische Sinfonien auf dem Programm stehen, freut sich das Konzerthausorchester besonders. Weit oben auf der Hitliste –  Gustav Mahler. Zum Beispiel ist er ein Lieblingskomponist von Solo-Englischhornistin Iria Folgado, die im vergangenen Frühling ihre Probezeit bestanden hat: „Ich bin sehr glücklich, bald wieder seine zweite Sinfonie zu spielen, weil sie so groß und bewegend ist. Sie gehört zufällig zu den ersten bedeutenden Orchesterwerken, die ich spielen konnte, weil sie während meiner Zeit im Gustav Mahler Jugendorchester und im Orquesta Sinfónica de Galicia aufgeführt wurde. Die Sinfonie bringt einige meiner besten Erinnerungen zurück, wie ich die Musik dort mit Freunden und Kollegen geteilt habe.“

Julius Ockert, der im Juni seine Probezeit als Solo-Klarinettist bestanden hat, kommen ebenfalls als erstes die Mahler-Sinfonien in den Sinn, wenn er an Höhepunkte der nächsten Wochen denkt: „Was die Sinfonie Nr. 2 mit Christoph Eschenbach betrifft, da freue ich mich schon drauf, das Konzert zu hören, denn ich bin nicht besetzt. Aber bei Mahlers Dritter mit Iván Fischer im Dezember bin ich dabei – das ist besonders schön, denn ich habe sie bisher noch nie gespielt. Im Januar bin ich dann gespannt auf das „Poème de l’extase“ von Alexander Skrjabin mit Hannu Lintu.“ Der finnische Dirigent ist übrigens zum erste Mal bei uns zu Gast.

In der zweiten Novemberhälfte ist das Konzerthaus Berlin „Aus den Fugen“ –  das ist die Zeit unseres gleichnamigen Festivals mit visionären Werken, die Scharniere zwischen Epochen bilden, Künstler*innen, die auf eine Welt aus dem Lot reagieren und Formaten, die den normalen Ablauf im Konzertsaal aus den Angeln heben.

Unser IT-Mitarbeiter Udo Broszeit kann mit den meisten Musikstilen etwas anfangen, aber „neben Punk ist elektronische Musik, besonders Deep House, meine Lieblingsrichtung. Ich finde super, dass wir zum Festival die Gruppe MEUTE im Großen Saal zu Gast haben und sich unser Haus mitten in Berlin so weit öffnet. Sie spielen Techno und Deep House, allerdings analog, als Blasorchester mit Perkussion. Dass sie klassisch gespielte und elektronische Musik vermischen, finde ich interessant und zeitgemäß.“

Für Ute Biefang, unsere Teamassistentin für Kommunikation und Marketing, sollte man den Festival-Workshop „Die Orchestergesellschaft“ nicht verpassen: „Bei jedem Konzertbesuch finde ich bemerkenswert, wie es ein Orchester mit so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten immer wieder schafft, zu einer harmonischen Einheit zu werden. Mich fasziniert, wenn ich etwas verstehen kann, was sonst verborgen ist – der Workshop lässt mich hinter die Kulissen schauen. Gerade im Moment, wo unsere Gesellschaft in vieler Hinsicht oft gespalten ist, entdeckt man bei genauerer Betrachtung des Zusammenspiels in einem Orchester vielleicht neue Ansätze fürs eigene Leben, um in größerer Harmonie mit der Umwelt zu leben.“

Immanuel Klein hat im Sommer als Mitarbeiter in unserer Programm- und Konzertplanung begonnen und ebenfalls einen Favoriten bei „Aus den Fugen“: „Ich finde großartig, dass wir uns zum Festival an Haas‘ „limited approximations“ herantrauen. Schon allein logistisch ist das ein extrem aufwendiges Werk mit sechs Konzertflügeln, die neben dem großen Orchester benötigt werden. Entsprechend selten wird es aufgeführt. Ich bin sehr gespannt, wie die Effekte seiner außergewöhnlichen Partitur im Großen Saal wirken. Das Publikum sitzt nah dran, bekommt also alles ganz genau mit. Außerdem freue ich mich schon auf die festliche Stimmung beim Silvesterkonzert – und darauf, dass dann mein erstes komplettes Jahr am Konzerthaus Berlin beginnt!“

Unsere Disponentin und Veranstaltungsmanagerin Lydia Naumann blickt bei ihren Empfehlungen bereits ins neue Jahr: „Im Januar erwarten wir wieder das traditionsreiche englische Kammerorchester Academy of St Martin in the Fields. Sie sind regelmäßig mit exzellenten, vitalen Konzerten bei uns zu Gast. Ich bin sehr gespannt, was sie dieses Mal im Gepäck haben werden.

Als Freundin Alter Musik freue ich mich immer ganz besonders auf die Konzerte der Akademie für Alte Musik Berlin – eines meiner Herzensensembles! Anfang Februar kommen sie mit einem reinen Telemann-Programm und der phantastischen Oboistin Xenia Löffler. Ich bin sehr dankbar, dieses Ensemble nun schon seit ein paar Jahren begleiten und meiner Leidenschaft für diese Musik auch im Beruf frönen zu können.“

Fotos: Marco Borggreve (Titel); Tobias Kruse/Ostkreuz (Iria Folgado, Julius Ockert); privat

Weiterleitung

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