200 Jahre „Freischütz“

Neu inszeniert von La Fura dels Baus

Freischütz-Livestream auf den Gendarmenmarkt am 18. Juni – Open Air-Übertragung der Inszenierung von La Fura dels Baus

Einen besonderen musikalischen Kinoabend beschert das Konzerthaus Berlin seinem Publikum am 18. Juni ab 19.00 Uhr – nicht nur auf ARTE Concert, sondern auch live auf dem Gendarmenmarkt!

In 250 Kreisen mit jeweils zwei Stühlen können bis zu 500 Menschen direkt auf dem Gendarmenmarkt die Live-Übertragung von Webers „Freischütz“ aus dem Großen Saal miterleben. Jeweils eine LED-Wand links und rechts der Freitreppe des Konzerthaus Berlin und der immersive Klang eines Highend-Lautsprechersystems sorgen für erstklassige Bild- und Tonqualität in der Sommernacht.

Einen Monat nach der festlichen Eröffnung von Schinkels Schauspielhaus im Beisein von König und Hofstaat gab es am Gendarmenmarkt am 18. Juni 1821 gleich ein zweites kulturelles Großereignis: Die Uraufführung von Carl Maria von Webers „Freischütz“, der schon bald als deutsche Nationaloper galt. Eingängig war das Werk obendrein: Rasch sang und pfiff ganz Berlin Ohrwürmer wie den „Jägerchor“ oder das Lied vom „Jungfernkranz“. 

Genau 200 Jahre später wagt sich die weltweit für ihre avantgardistischen Operninszenierungen gefeierte katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus im Großen Saal ganz tief in den deutschen Wald und liefert eine aufregende neue Deutung der romantischen Oper.

Eine frühe Entscheidung, das lange geplante Live-Ereignis vor Publikum in ein filmisches Erlebnis ohne Publikum im Saal umzuwandeln, hat die „Freischütz“-Jubiläumsinszenierung der katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus am Konzerthaus in Pandemie-Zeiten gerettet.

Eine Opernproduktion vom Konzerthaus Berlin. Aufzeichnung von ACCENTUS Music in Koproduktion mit RBB und NHK in Zusammenarbeit mit Arte.

Livestream am 18. Juni 2021 um 19.00 Uhr auf ARTE Concert und konzerthaus.de

Der Termin der TV-Ausstrahlung bei ARTE wird noch bekannt gegeben.

Hinweise zur Teilnahme

Bitte lesen Sie aufmerksam unsere Bedingungen für die Teilnahme an der Open Air-Übertragung.

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Zur Neuinszenierung

Riesige Tüllbahnen um die Kronleuchter, ein Kran, der extra aus Barcelona herangeschafft wird, Chorsänger*innen mit vielseitig einsetzbaren Spezialrucksäcken, die nicht nur als Symbol für naturzerstörerische Konsumkultur stehen, sondern im Bühnengeschehen auch praktische Funktionen erfüllen – La Fura dels Baus lassen einen ungewöhnlichen „Freischütz“ im Großen Saal lebendig werden.

Regisseur Carlus Padrissa beschreibt die Inszenierung als „Reise zu den Wurzeln der Oper“, wo Mythos, Geschichte und aktuelle Realität des Waldes aufeinander treffen: „Leider liegen die Wälder und ihre gesamten Ökosysteme im Sterben. Klimawandel und menschliches Dazutun löschen sie aus, durch Hitze, Dürren, Feuersbrünste, Termitenplagen und Pilzbefall. Deutschland ist zu einem Drittel von Wald bedeckt, das sind 11,4 Millionen Hektar. Seit Jahrhunderten haben sich die Deutschen mit ihren Wäldern identifiziert – in mythologischer und sogar in spiritueller Hinsicht. Die Wälder sterben und mit ihnen ein Teil der deutschen Seele. In unserer neuen Produktion des „Freischütz“ graben wir uns tief in dieses beunruhigende ökologisch-soziale Thema hinein. Dabei wird der Große Saal zu einer mythenerfüllten Installation."

Für das Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach ist eine besondere Orchesteraufstellung geplant. Gespielt wird größtenteils im Parkett, Projektoren sorgen für dramaturgisch begründete unterschiedliche Bildsprachen. Hwan Kim hat sich bei seinen auf keine Epoche festgelegten Kostümen durch die Stimmungswechsel der Musik inspirieren lassen – mal spiegeln sie die dunkle Welt Samiels und Kaspars, mal die helle Welt von Max und Agathe.

Esteban Muñoz (Mitarbeit Regie und Dramaturgie) zur Theatersprache von La Fura dels Baus: „Es geht nicht darum, eine Illusion zu schaffen, sondern mit Elementen des Straßentheaters starkes Bildtheater zu machen. Deswegen verstecken wir die Theatermaschinerie nie – im „Freischütz“ gilt das für den großen Kran. Wir benutzen sie, um die Geschichte zu erzählen. Technische Vorgänge sind sichtbar und werden Teil des Bühnengeschehens – unter anderem dafür setzen wir vier Artisten ein. Von ihren akrobatischen Einsätzen zum Beispiel in der Wolfschlucht wollen wir noch nicht zu viel verraten!“

200 Jahre Freischütz

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