13.00 Uhr
Sommerliche Führung durch das Konzerthaus Berlin
Er war ein pianistisches Wunderkind, der 1895 in Krakau geborene Joseph Rosenstock. 1912 begann er in Wien sein Kompositionsstudium bei Franz Schreker, dessen Dirigierassistent er war. Generalmusikdirektor wurde er zuerst in Darmstadt, dann 1927 in Wiesbaden und 1930 in Mannheim. Diese vielversprechende Karriere endete 1933 mit der Machtübernahme der Nazis, die den „nichtarischen“ Dirigenten aus dem Amt jagten. Zunächst baute sich Rosenstock im Jüdischen Kulturbund Berlin eine neue Existenz auf. Pionierarbeit leistete er ab 1936 in Tokyo als Chef des New Symphony Orchestra, um nach dem Krieg in den USA zu wirken, etwa als Direktor der Metropolitan Opera New York. Vladimir Stoupel spielt u.a. Rosenstocks Klaviersonate op. 3. Im Gespräch: Albrecht Dümling und Ralf Eisinger.
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