13.00 Uhr
Sommerliche Führung durch das Konzerthaus Berlin
Die Jussens sind zurück – und bringen Musik mit, die viele von Ihnen wahrscheinlich neu entdecken können: Ein wenig bekanntes Werk für zwei Klaviere des Tschechen Bohuslav Martinů. Er komponierte es 1943 im New Yorker Exil, beschrieb es als „frei an ein barockes Concerto grosso angelehnt“ und ließ darin Jazzeinflüsse auf böhmische Volksmusik sowie technisch sehr virtuose Passagen auf ein meditatives Adagio treffen. Darauf folgt „Tikkun“ (2021), der letzte Teil von Sarah Nemtsovs Tetralogie „Tzimtzum“, einem Zyklus über mystische Schöpfungsvorstellungen.
Zwischen der berühmten dritten Sinfonie mit dem Beinamen „Eroica“ und der noch berühmteren Nr. 5, gern „Schicksalssinfonie“ genannt, sollte man Beethovens Vierte nicht einfach übersehen. Beethoven schrieb sie in einer Lebensphase des Hochgefühls, was nach einer schwermütigen Einleitung alle Sätze hörbar durchzieht. Freundlich und heiter kommt dieses Werk daher, mit dem das Konzerthausorchester Berlin und Chefdirigentin Joana Mallwitz den Zyklus der Beethoven-Sinfonien fortsetzen.
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