13.00 Uhr
Sommerliche Führung durch das Konzerthaus Berlin
Das Libretto des Balletts, für das Beethoven seine Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ schrieb, ist leider verschollen. Zeitgenössischen Rezensionen ist zu entnehmen, dass es von den Bemühungen des Titanen Prometheus handelte, den Menschen Fortschritt zu bringen – durch die Gabe des Feuers sowie durch Wissenschaft und Kunst.
Danach erklingt Beethovens fünftes Klavierkonzert, dessen öffentliche Premiere der zunehmend schwerhörige Komponist 1812 nicht wie bei dessen vier Vorgängern selbst übernehmen konnte. Als „sinfonisches Klavierkonzert“ hatte es großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Gattung bis hin zu Johannes Brahms. Der renommierte französische Pianist Pierre-Laurent Aimard ist erstmals beim Konzerthausorchester zu Gast, das von Ehrendirigent Iván Fischer geleitet wird.
Davon, dass der psychisch schwer erkrankte Robert Schumann am Rosenmontag 1854 versuchen sollte, sein Leben im Rhein zu beenden, ist seiner dritten Sinfonie noch gar nichts anzumerken. Sie entstand in seinen ersten glücklichen Monaten als Düsseldorfer Musikdirektor Ende 1850. Er rühmte „das heitere, ungezwungene Wesen“ der Rheinländer, deren „frischen künstlerischen Geist“ und fühlte sich wohl. Diese Stimmung kann man aus seinem sinfonischen Tribut an den Rhein und das Rheinland gut herauslesen, wenn man möchte.
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