13.00 Uhr
Sommerliche Führung durch das Konzerthaus Berlin
Where the sun beats, and the dead tree gives no shelter, the cricket no relief, and the dry stone no sound of water. – T.S. Eliott, The Waste Land
„Es gibt eine Art von Schönheit, der du egal bist. Ihr Licht ist absolut, die Hitze hat eine Schwere. Sie war hier, bevor du da warst, und bleibt, nachdem du gegangen bist. Diese Schönheit weicht für niemanden. Eine Landschaft, die sich immer weiter entfaltet. Ein Himmel ohne etwas darunter. Die Sonne, die aufgeht, egal ob du bereit bist oder nicht, ob du geschlafen hast oder nicht, ob letzte Nacht etwas zerbrochen ist, wofür du noch keine Worte hast.“
So das 13-köpfige junge Berliner Kollektiv UNRUHE, das sein Publikum mit diesem Konzert dem Offenen aussetzt: Ádám Bajnoks „Пикник II (Piknik II)“ beginnt dort, wo das Begreifliche endet – wo sieben Instrumente und Elektronik ineinandergleiten, der Boden unter den Füßen schwankt und Schönheit und Gefahr nicht mehr zu trennen sind. In „dried roses, street lights and wet curtains“ von Beltrán González wird daraus eine Fahrt durch die Wüste, in der die Hitze zwei Menschen – und alles, was sie mit sich tragen – langsam miteinander verschmelzen lässt, während die Landschaft vor dem Fenster ersetzt, was zwischen ihnen war. Ilona Pergers „Mycelia“ beschließt den Abend mit einer Frage, die von Anfang an im Raum stand: nicht, ob etwas gefunden wird, sondern was es bedeutet, zu suchen.
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