13.00 Uhr
Sommerliche Führung durch das Konzerthaus Berlin
Das im Laufe seiner Karriere mehrfach international ausgezeichnete Dudok Quartet existiert seit 2009 und hat sich nach Willem Dudok benannt. Dieser niederländische Architekt des 20. Jahrhunderts verdankte nach eigenem Bekunden als „Baukünstler“ vor allem Komponisten große Inspiration.
Zunächst widmen sich die vier Mozarts erstes Preußischem Quartett von 1789. Der Komponist hat Friedrich Wilhelm II., einen Neffen und Nachfolger Friedrichs des Großen, als leidenschaftlichen Cellisten darin prominent bedacht und es ihm gewidmet.
Dann erklingt ein kurzes Quartettstück von Gabrieal Ortiz, das 2006 anlässlich von Mozarts 250. Geburtstag entstand. Es verarbeitet Fragmente des zuvor gehörten Quartetts. Inspiriert zu „Aroma Foliado“ hat sie außerdem ein Werk der bildenden Künstlerin Suzanne Bocanegra namens „All the Petals from Jan Brueghel the Elder’s Sense of Smell, 1618, 2002“, das auf dessen Gemälde „Der Geruchssinn“ zurückgeht. Letzteres „zeigt einen Garten, in dem eine weibliche Figur den Duft eines großen Blumenstraußes einatmet“.
Schuberts berühmtes spätes Streichquartett von 1824 mit dem Beinamen „Der Tod und das Mädchen“ bedient sich eines bis in die Renaissance zurückreichenden Motivs und ist jenseits dieser Verbindung rein musikalisch ebenfalls eines der ergreifendsten Streichquartette.
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