13.00 Uhr
Rundgang
Konzerthausorchester Berlin
A Song for You Vokalensemble
Jonathan Stockhammer Dirigent
MOVEMENT SEVEN Tanzensemble
STEFAN BEHRISCH Arrangement
NOAH SLEE Komposition, Idee & Konzept
DHANESH JAYASELAN, PHILIPP SELIGER Idee & Konzept
STEPHANIE ILOVA Choreografie & Videokunst
Das Programm
NOAH SLEE, STEFAN BEHRISCH U.A.
„A Soulful Missa“ für Chor und Orchester frei nach Ludwig van Beethovens „Missa solemnis“ (Texte: Noah Slee)
Heldenerzählungen um Beethovens „Missa Solemnis“
Um Ludwig van Beethovens Missa Solemnis spinnen Musikwissenschaftler*innen seit Jahrzehnten Mythen und Superlative. Lag es daran, dass Beethoven selbst das Werk als sein „größtes“ und „gelungenstes“ bezeichnet hat? Die Argumente, die für die musikgeschichtliche Besonderheit der Komposition herangezogen werden, wirken bei näherem Betrachten allerdings etwas fadenscheinig: Die Messe sprenge mit ihrer Länge von gut eineinhalb Stunden, so Jan Assmann, „den liturgischen Rahmen“ – allerdings haben das vorher mindestens Johann Sebastian Bach mit seiner h-Moll-Messe (zwei Stunden Aufführungsdauer), Marianna Martines mit ihrer „Missa solemnis“ oder auch Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Großen Messe in c-Moll (beide ca. eine Stunde) ebenfalls getan. Beethovens groß orchestrierte „Missa solemnis“ „überrascht“ mit ihrer „dramatische(n) Direktheit“, schreibt Sven Hiemke: Sie sei „eine ideelle Messe-Oper, der Ordinariumstext als Libretto“ – richtig, nur die Grenze zwischen Messe und Oper, zwischen Oratorium und Musikdrama reizten auch schon Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart oder Gioachino Rossini aus. Der Brahms-Biograph Max Kalbeck geht noch weiter und formuliert den Eindruck, dass Beethovens „Missa“ „sich nicht dem Dienst der Kirche unter(ordnete), sondern (…) die Kirche selbst in sich auf(nahm)“ – als Werk, das sich von Kirche und Liturgie emanzipiert habe und die Fähigkeit besitze, „im Konzertsaal aufgeführt“ zu werden „ohne an Sakralität zu verlieren“ (Assmann). Auch hier legte Rossini vor: Seine „Petite Messe Solenelle“ überschritt 20 Jahre vor Beethoven genau diese Grenze. Mit einer Besetzung aus großem (gemischten!) Chor, zwei Klavieren und Harmonium samt grundlegend humoresker Anlage signalisiert sie nicht unbedingt liturgische Charakterzüge.
Die Heldenerzählungen um die „Missa Solemnis“ scheinen allesamt zusammenzubrechen, wenn man in die Musikgeschichte blickt und feststellt, dass all das, was als Begründung für die Titanenhaftigkeit der „Missa solemnis“ herangezogen wird, Jahrzehnte bis Jahrhunderte vor Beethoven längst existiert hat. Vielleicht braucht es diese Heldenerzählungen aber auch überhaupt nicht: Vielleicht ist die „Missa solemnis“ ja ein beeindruckendes Werk, ohne dass ihr Komponist mit ihr auf genialische Weise irgendwelche Maßstäbe gesprengt haben muss. Vielleicht übersieht man bei der Suche nach der historischen Besonderheit oder nach Beweisen für wegweisende Geniestreiche Beethovens am Ende die Musik selbst. Denn die ist – auch abseits der historischen Vergleiche – intensiv. Sie nimmt selbstbewusst Raum ein: zeitlich, dynamisch, physisch und ja, spirituell auf gewisse Weise auch, immerhin stellt sie mit dem Ordinarium den zentralen Text und die Form des christlichen Gottesdienstes ins Zentrum. Sie ruft Betroffenheit hervor und Erregung, und tat das beim historischen Publikum mit großer Sicherheit umso stärker als beim dauerbeschallten, an Noise-Cancelling-Kopfhörer, Dolby Surround und Clublautstärke gewöhnten Publikum des Jahres 2026. Vielleicht erwächst aber genau aus dieser postmodernen Übersättigung eine neue Sehnsucht nach echtem Berührtwerden. Überwältigung ist das eine, Ergriffenheit entsteht aber oft auf anderen Wegen.
Das Berliner Vokalensemble A Song For You sieht hier eine Überschneidung zur eigenen Arbeit: „In unserer Musik geht es darum, sich Raum zu nehmen und Raum zurückzugewinnen“, sagt Noah Slee, der für dieses Projekt Beethovens „Missa solemnis“ rekomponiert hat. In diesem Raum, so Slee, „können Gefühle und Emotionen existieren und verarbeitet werden.“ Spannend ist hier vor allem die Perspektive: Denn A Song For You ist ein Ensemble, in dem explizit unterrepräsentierte Stimmen zu Gehör kommen – BIPoC, Queers, Frauen. Ihre Gefühle hatten und haben nach wie vor im öffentlichen Diskurs kaum bis keinen Raum, vielmehr werden sie sowohl versehentlich als auch oft genug in vollem Bewusstsein verletzt und instrumentalisiert. Die Anklage der Betroffenen darüber bekommt selten Raum – und wenn doch, wird sie delegitimiert oder für die eigene Agenda genutzt.
A Song For You versteht Ludwig van Beethovens „Missa solemnis“ als ein Werk, das die Instrumente des religiösen Gefühlsausdrucks nutzt, um ihre Wirkung in einen größeren Kontext zu übersetzen. Für Noah Slee sucht Beethovens Musik „nach möglichen Berührungspunkten für jede*n Einzelne*n seines Publikums“, statt im strengen Rahmen des konfessionell gebundenen Gottesdienstes zu agieren – mit dem gleichen Anspruch teilen die Sänger*innen von A Song For You ihre Erfahrungen „als spirituelle Wesen.“ „A Soulful Missa“, sagt Slee, „ist wie ein Gebet. Wir versuchen, uns innerhalb des Ensembles mit dem Publikum zu verbinden und die ganze Ewigkeit zu ehren – Gott, Menschen und die Natur.“
Dafür verlassen die Musiker*innen das klassische Ordinarium und stützen das Werk auf neu geschriebene Texte. Das kontemplative „Kyrie“ etwa bittet nicht um Erbarmen durch Gott und Christus für begangene Sünden, sondern um Segen und Hoffnung – „Bless us with your light!“ –, und das teilweise improvisatorisch gerappte „Gloria“ lobt über die Ansprache des lyrischen Du nicht „Herr und Gott“, sondern „you and I“, nicht den „allmächtigen Vater“, sondern „Mum and Dad“, nicht den „Heiligen“ und „Höchsten“, Jesus, sondern „the hand of love“, die den Menschen durch sein Leben führt.
Anstelle Gottes treten auch im „Credo“ andere abstrakte Größen: die Musik etwa, oder auch das Vertrauen in sich selbst. „In the quiet depths of my soul there’s a fire for harmony“, heißt es da etwa: „Start forgiveness on that note with your self-faith! Know that you are cherished, wrapped in love!” Im „Sanctus” und „Agnus Dei” kehrt Gott als Instanz zurück, allerdings stets als eine unter vielen: „God, love, more empathy, more peace“, folgt etwa als direkte Antwort auf ein Zitat des lateinischen Messetextes „Agnus Dei qui tollis peccata mundi, Miserere Nobis“ („Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser.“). Gegen die Sünden der Welt helfen in „A Soulful Missa“ Resilienz, Solidarität, Empathie, Neugierde und Liebe.
Der neue Text klagt nicht an, sondern hält kurz die Zeit an und schaut hinein in das verletzte Individuum, blickt auf seinen Schmerz, aber auch auf Überreste von Zuversicht und Hoffnung, die trotz aller Herausforderungen des Lebens erhalten bleiben. Diese standhaften Gefühle bekommen hier ihre eigene große Bühne, als Symbole für die individuelle Widerstandskraft gegen eine sich aufbäumende hoffnungslose Zukunft: „My love will tower over us“, heißt es im „Agnus Dei“ – im Sinne von: Ich, die hier sprechende Instanz, ich habe so viel Mitgefühl und Liebe in mir, dass es für uns beide reicht, sodass dieser „Fluss“, in dem wir uns befinden, trotz harter Zeiten weiterfließt. Genauso scheint aber auch das hoffnungsvolle Licht des Du im „Sanctus“ auf das Ich: „Your light shines over me. Darkness, a distant dream, a fire in my soul.“
„A Soulful Missa“ integriert neben einem neuen Text und der modernen, souligen Rekomposition des Beethoven-Werks mit dem Tanz eine weitere Kunstform. Stephanie Ilova vom Tanzensemble Movement Seven hat die drei großen Abschnitte „Kyrie“, „Credo“ und „Agnus Dei“ choreografiert und zudem kurze Einspieler gestaltet, die vor jedem der fünf Mess-Kapitel eingespielt werden. „Wir versuchen Musik und Tanz gleichwertig nebeneinander zu stellen“, sagt Stephanie Ilova. „Tanz ist eines der Medien, das Menschen besonders abholt. Jeder Mensch hat einen Körper und kann sich mit Tanz identifizieren. So wie Musik eine universelle Sprache ist, ist es auch Tanz.“ Bei dieser Choreografie ging es Ilova besonders darum, „Momente auf Augenhöhe zu finden und Repräsentation zu schaffen“. In seiner Gesamtheit zeigt „A Soulful Missa“, dass Menschen selbst – oder gerade – in schweren Zeiten viel mehr aufeinander und die Gemeinschaft als auf einen Gott angewiesen sind. „Musik ist größer als Religion“, hat die Soul-Sängerin Erykah Badu mal gesagt. „Musik ist größer als staatliche Macht. Musik ist Freiheit.“
Kyrie
I know you need it, a melody of hope,
A timeless chant of love, let it fill you up.
I know you need it, a melody of hope,
A timeless chant of love. Let if fill you up.
Ich weiß, du brauchst sie – eine Melodie der Hoffnung,
einen zeitlosen Gesang der Liebe, lass ihn dich erfüllen.
Ich weiß, du brauchst sie – eine Melodie der Hoffnung,
einen zeitlosen Gesang der Liebe, lass ihn dich erfüllen.
Bless us with your light.
Segne uns mit deinem Licht.
May we all move with grace, abundance everyday,
embrace tribulations, rising sun shine over me,
with your blessings.
Blessings.
Kyrie.
Mögen wir uns jeden Tag voller Anmut bewegen und jeden Tag in Fülle leben,
Prüfungen annehmen, während die Sonne über uns aufgeht,
mit deinem Segen.
Segen.
Kyrie.
I wish to grow and you offer that,
with a new dawn, I see a promise lives in the way.
Echoes of a yesterday sings prosper.
Let it be known, sing it loud, from the top of the mountain.
Spirit taking over me, my heart syncs with you,
let me drift into a dream.
In quiet moments reflections sway,
a mirror to the times we've known, but I won't let it go.
Ich möchte wachsen, und du schenkst mir die Kraft dazu.
Mit einer neuen Morgendämmerung sehe ich ein Versprechen vor mir.
Echos vergangener Tage klingen nach.
Lass es erklingen, weit und breit, vom Gipfel des Berges hinab.
Eine Kraft ergreift meine Seele, mein Herz schlägt im Takt mit dir,
lass mich in einen Traum gleiten.
In stillen Augenblicken tanzen die Erinnerungen,
Ein Spiegel unserer gemeinsamen Zeit - doch halte daran fest.
Gloria
Glory.
In you and I, I see the light,
glory.
Love, light, glory.
Cause we're coming together, coming together, coming together.
Herrlichkeit
In dir und mir sehe ich das Licht,
die Herrlichkeit.
Liebe, Licht, Herrlichkeit.
Denn wir kommen zusammen, kommen zusammen, kommen zusammen.
Dwelling over things
I’ve been in my bed too long
A box of pressure, I know the toll it’s had on your soul
Look at my life and others think, are we the same?
Ich grüble zu viel über alles nach,
ich habe schon viel zu lange in meinem Bett gelegen.
Eingeschlossen in diesem Druck – ich weiß, welche Spuren das auf deiner Seele hinterlassen hat.
Wenn Menschen mein Leben betrachten, fragen sie sich: Sind wir gleich?
How we speak and how we do things, are we the same?
Does the pain I feel from time to time compare
To you maybe it does, but I swear I’ll hear you out
Shedding of the outer layer
To really understand what’s within
The comfort that breathes when I’m in
Your warmth, it’s structure I need
To restore and mend a broken wing
Dedicate this time to our healing
Dedicate some time to your healing
Glory from the beginning
Now let the choir remind you by singing
Die Art, wie wir sprechen und handeln – sind wir gleich?
Ist der Schmerz, den ich von Zeit zu Zeit fühle, mit deinem vergleichbar?
Vielleicht schon. Aber ich verspreche, ich werde dir zuhören.
Ich löse mich von allem Äußerlichen,cum zu erkennen, was im Innersten verborgen ist.
Die Geborgenheit, die ich spüre,
wenn ich in deiner Wärme bin – dies ist der Halt, den ich brauche,
um einen gebrochenen Flügel zu heilen und wiederherzustellen.
Widmen wir diese Zeit unserer Heilung.
Widme auch dir selbst Zeit für deine Heilung.
Herrlichkeit von Anfang an.
Lass den Chor dich nun durch seinen Gesang daran erinnern.
In you I found glory, internal glory,
In you I found glory, eternal glory.
This is not a dream.
I can't believe this is not a dream.
Meet me in the garden of your splendour, meet me in the garden.
In dir habe ich Herrlichkeit gefunden, eine innere Herrlichkeit.
In dir habe ich Herrlichkeit gefunden, eine ewige Herrlichkeit.
Dies ist kein Traum.
Ich kann kaum glauben, dass dies kein Traum ist.
Triff mich im Garten deiner Pracht, triff mich im Garten.
Lift me higher,
I will follow the spirit, it's my heart.
What will be is beyond our control,
it will be about glory.
In your lowest times,
know that I will hold you with love.
I'm in awe.
You are guided by the hand of love.
Heb mich höher.
Ich werde dem Geist folgen, er ist mein Herz.
Was kommen wird, liegt außerhalb unserer Kontrolle,
doch es wird von Herrlichkeit erfüllt sein.
In deinen dunkelsten Stunden
sollst du wissen, dass ich dich mit Liebe halten werde.
Ich bin voller Ehrfurcht.
Die Hand der Liebe wird dich führen.
Credo
Hold on to me.
Hold on to love.
Hold on to faith.
Hold on to me, hold on to us.
Halte an mir fest.
Halte an der Liebe fest.
Halte am Glauben fest.
Halte dich an uns fest, halte an uns fest.
Endure the seasons.
Endure the seasons,
even when you think you can’t no more.
Endure.
Bestehe die Jahreszeiten des Lebens.
Halte durch, selbst wenn du glaubst,
es nicht mehr auszuhalten.
Halte durch.
Free them.
Freedom.
Mind.
Control.
Befreie sie.
Freiheit.
Geist.
Kontrolle.
Darkest moments,
only human,
trials and triumphs.
Know that you are loved.
Die dunkelsten Momente,
ganz menschlich,
zwischen Prüfungen und Triumphen.
Wisse, dass du geliebt wirst.
In the quiet depths of my soul,
there is a fire for harmony.
Hold on, dear heart,
amidst the storms' roar.
In den stillen Tiefen meiner Seele
brennt ein Feuer für Harmonie.
Halte durch, liebes Herz,
mitten im Sturm.
Maybe it's fate.
Hope is innate.
Start with forgiveness
on that note with yourself.
Vielleicht ist es Schicksal.
Die Hoffnung wohnt in uns.
Beginne mit Vergebung –
bei dir selbst.
Yes.
Know that you are cherished,
wrapped in love.
Ja.
Wisse, dass du geschätzt wirst,
eingehüllt in Liebe.
When the symphony brings clarity,
music of the spirit,
music of joy.
music lifts the spirit,
music, I have truth.
Fate.
Faith.
Wenn die Symphonie Klarheit bringt,
Musik des Geistes,
Musik der Freude.
erhebt die Musik den Geist,
in der Musik finde ich Wahrheit.
Schicksal.
Glaube.
Sanctus & Benedictus
Seek, begin.
Move toward the centre, eternal being.
Timeless presence, everlasting soul,
a softness in your stride as you evolve.
Seek.
Illuminate your path amidst the dark.
In every heartbeat your grace is crowned.
Hosanna.
Suche. Beginne.
Gehe in die Mitte , ewiges Sein.
Zeitlose Gegenwart, ewige Seele,
eine Sanftheit in deinem Gang, während du dich entfaltest.
Suche.
Erhelle deinen Weg inmitten der Dunkelheit.
In jedem Herzschlag wird deine Gnade gekrönt.
Hosanna.
You can move forward.
Forgive yourself, we sing.
Let it be known:
you've found the peace you need.
Du kannst weitergehen.
Vergib dir selbst, singen wir.
Lass es bekannt sein:
Du hast den Frieden gefunden, den du brauchst.
I feel a sense of ease,
your light shines over me.
Darkness a distant dream,
a fire in my soul.
Ich spüre eine tiefe Ruhe.
Dein Licht scheint über mir.
Die Dunkelheit - ein ferner Traum.
Ein Feuer brennt in meiner Seele.
I found you in my heart,
you were there from the start.
Through harmony you spoke to me so deeply,
it lives through me.
Ich habe dich in meinem Herzen gefunden.
Du warst von Anfang an dort.
Durch die Harmonie hast du tief zu mir gesprochen,
und sie lebt in mir weiter.
Your god is your god.
It's been written.
Look to the stars,
there's perfection.
Starts with your first breath,
it will never end.
Never.
Benedictus.
Dein Gott ist dein Gott.
Es steht geschrieben.
Blicke zu den Sternen,
dort liegt Vollkommenheit.
Es beginnt mit deinem ersten Atemzug
und endet niemals.
Niemals.
Benedictus.
AGNUS DEI
Agnus Dei,
qui tollis peccata mundi,
miserere nobis.
God.
Love.
Lamm Gottes
der du trägst die Sünden der Welt
erbarme dich unser.
Gott.
Liebe.
More empathy,
more peace,
glory shining through you and me.
Mehr Mitgefühl,
mehr Frieden,
ein Leuchten, das durch dich und mich scheint.
In this dance of existence,
the song of my soul.
Under your moon,
that's where I want to be.
In diesem Tanz des Daseins
erklingt das Lied meiner Seele.
Unter deinem Mond,
dort möchte ich sein.
There's beauty.
The universe is urging us.
Look around,
look within,
into your heart.
Es gibt Schönheit.
Das Universum ruft uns.
Schau um dich,
schau in dich hinein,
bis in dein Herz.
With this sign of life,
shine bright.
Though it may be hard,
may your river flow through difficult times.
Mit diesem Zeichen des Lebens
leuchte hell.
Auch wenn der Weg schwer ist,
möge dein Fluss durch schwierige Zeiten tragen.
Love will tower over us.
My love will tower over us.
Your love will tower over us.
You and I.
Die Liebe wird über uns stehen.
Meine Liebe wird über uns stehen.
Deine Liebe wird über uns stehen.
Du und ich.
Yes, I see you,
and you see me.
All love.
Yes, you see me
and I see you.
All love.
Love.
It's all love.
Ja, ich sehe dich,
und du siehst mich.
Pure Liebe.
Ja du siehst mich,
und ich sehe dich.
Pure Liebe.
Liebe.
Alles ist Liebe.
We are bound in our spirits.
We are dancing under the stars.
You can find the true meaning of love.
Stay curious and open to everything.
Love.
It's all love.
Unsere Seelen sind miteinander verbunden.
Wir tanzen unter den Sternen.
Du kannst die wahre Bedeutung der Liebe finden.
Bleib neugierig und offen für alles.
Liebe.
Alles ist Liebe.
Das Konzerthausorchester Berlin spielt seit der Saison 2023/24 unter Leitung von Chefdirigentin Joana Mallwitz. Sie folgt damit Christoph Eschenbach, der diese Position ab 2019 vier Spielzeiten innehatte. Als Ehrendirigent ist Iván Fischer, Chefdirigent von 2012 bis 2018, dem Orchester weiterhin sehr verbunden.
1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfuhr das heutige Konzerthausorchester Berlin von 1960 bis 1977 unter Chefdirigent Kurt Sanderling seine entscheidende Profilierung und internationale Anerkennung. Seine eigene Spielstätte erhielt es 1984 mit Wiedereröffnung des restaurierten Schauspielhauses am Gendarmenmarkt. Zehn Jahre später wurde das BSO offizielles Hausorchester am nun umgetauften Konzerthaus Berlin und trägt seit 2006 dazu passend seinen heutigen Namen. Dort spielt es pro Saison mehr als 100 Konzerte. Außerdem ist es regelmäßig auf Tourneen und Festivals im In- und Ausland zu erleben. An der 2010 gegründeten Kurt-Sanderling-Akademie bilden die Musiker*innen hochbegabten Orchesternachwuchs aus.
Einem breiten Publikum auf höchstem Niveau gespielte Musik nah zu bringen, ist dem Konzerthausorchester wesentliches Anliegen. Dafür engagieren sich die Musiker*innen etwa bei „Mittendrin“, wobei das Publikum im Konzert direkt neben Orchestermitgliedern sitzt, als Mitwirkende in Clipserien im Web wie dem mehrfach preisgekrönten #klangberlins oder in den Streams „Spielzeit“ auf der Webplattform „twitch“. Die Verbundenheit mit Berlin zeigt sich im vielfältigen pädagogischen und sozialen Engagement des Orchesters mit diversen Partnern in der Stadt.
Aus den Herzschlägen vielfältiger Kulturen und der kraftvollen Resonanz von Gemeinschaft geformt, ist A Song For You ein Sinnbild musikalischer Harmonie. Das in Berlin ansässige BIPOC-Vokalensemble vereint Künstler*innen aus aller Welt und entfaltet unter der visionären Zusammenarbeit von Noah Slee und Dhanesh Jayaselan eine einzigartige musikalische Sprache, die die Grenzen von Live-Soul-Musik erweitert und zugleich unterrepräsentierte Stimmen und Perspektiven in den Mittelpunkt stellt. Verwurzelt in den reichen Traditionen von Soulful R&B, Neo-Soul, Gospel und Hip-Hop, verbindet A Song For You jede Performance mit einer elektrisierenden Energie, die den Kern menschlicher Erfahrungen berührt. Das Ensemble bewegt sich fließend zwischen zeitgenössischem vokalem Ausdruck und originellen Neuinterpretationen klassischer Werke und schafft so immersive Live-Erlebnisse, die ihr Publikum nachhaltig bewegen.
Das Kollektiv präsentierte bereits gefeierte Auftritte in Berlins Kulturlandschaft, darunter ein ausverkauftes Debütkonzert an der Volksbühne, ein Album-Release-Konzert im Theater des Westens sowie Auftritte in der Berliner Philharmonie. Im Rahmen seines Fellowships beim Beethovenfest Bonn entwickelte das Ensemble 2024 die „Soulful Missa“ und brachte sie dort zur Uraufführung. Darüber hinaus war das Ensemble auf Festivals wie dem Offdays Festival und dem Melt Festival vertreten und baut seine Präsenz innerhalb zeitgenössischer Musik- und Kulturformate stetig weiter aus.
Mit einem Fokus auf herausragende Live-Performances, Studioaufnahmen, Filmproduktionen und interdisziplinäre kreative Installationen versteht sich ihre Arbeit als ein Medium, das das Publikum auf eine tief emotionale und zugleich euphorische Reise mitnimmt. 2024 veröffentlichte das Ensemble sein Debütalbum Home über das Londoner Label Rhythm Section und ist seitdem gefragter Kollaborationspartner international renommierter Künstler*innen und Kulturinstitutionen.
Movement Seven ist ein Tanzensemble, das aus A Song For You hervorgegangen ist und sich aus herausragenden BIPoC-Tänzer*innen aus Berlin und darüber hinaus zusammensetzt. Unter der künstlerischen Leitung von Stephanie Ilova konzentriert sich die Arbeit der Gruppe auf die Erforschung der Schnittstellen zwischen Tanz und Live-Musik. Movement Seven verbindet verschiedene Tanzstile, um die Welt der Bewegung zu erkunden. Mission des Ensembles ist es, das individuelle Talent von BIPoC-Tänzer*innen und ihren einzigartigen Ausdruck durch poetisches Geschichtenerzählen zu präsentieren und zu feiern.
In Los Angeles geboren und seit vielen Jahren in Berlin lebend, ist es Jonathan Stockhammers Motivation, Musik in ihrer Universalität zu begreifen. Als weltweit gefragter Künstler dirigiert Jonathan Stockhammer renommierte Orchester und Ensembles: das Oslo Philharmonic Orchestra, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das Sydney Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra London, das Orchestre Philharmonique de Radio France oder die Tschechische Philharmonie, das Ensemble Modern, die Dresdner Philharmonie, das SWR Symphonieorchester oder das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Und auch die Oper spielt in Jonathan Stockhammers Karriere eine zentrale Rolle. Er ist regelmäßig zu Gast an der Opéra National de Lyon und im Opernhaus Zürich, dem Theater Basel, der New York City Opera, der Wiener Staatsoper oder der Komischen Oper Berlin.
Zu den jüngsten Höhepunkten in Stockhammers Terminkalender zählen neben Philip Glass’ „Echnaton“ in Barrie Koskys Neuinszenierung an der Komischen Oper Berlin sein Debüt mit dem London Symphony Orchestra, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit der Staatskapelle Berlin, das Eröffnungskonzert des Pyeongchang Festivals 2025 mit dem Seoul Philharmonic Orchestra sowie ein Mini-Festival mit Patricia Kopatchinskaja und der Dresdner Philharmonie.
Sänger*innen
Allysa Grace Martinez
Aphrodite Kouantri
Charlotte Colace
D.$ahin
JNY
Julian Fajardo
Layana Flachs
Naomi Simmonds
Asmarina
Idylle
Ikuma Lumeya
Leila Bostic
melisa eylül
Naomi Lwanyaga
Pearl Abbey-Obaro
Rosette "Kiamuahela" Belesi
Saida Walz
Calvin Bynum (bat zoo)
Freddy
HOLAN
Makēda
Mathea Sobejana
Noah Slee
Omid
Ramona Gottwald
Schani
Usama Siddiq
Movement Seven
Stephanie Ilova
Anthony Nakhlé
Rima Dahab
Band
Myele Manzanza Percussion
Constantin Diedrichs E-Bass
Mitarbeit musikalische Leitung
Allysa Grace Martinez
Mitarbeit Produktion
Frédéric Kühl
Rosette Belesi
Maureen Berend
Stadtmitte – Jannowitzbrücke
Bevor sie zu uns kommen, besuchen wir sie in ihren Kiezen oder an für sie wichtigen Orten: Die Musiker*innen unserer neuen Reihe „Tracks – Musik der Stadt im Konzerthaus“. Vor der vierten Folge haben wir uns mit Allysa Grace von „A Song For You“ getroffen.