Cornelia Dill

  • geboren in Leipzig
  • Orchestermitglied seit 1999
  • Kammermusik am Konzerthaus Berlin: Konzerthaus Kammerorchester

Cornelia Dill studierte in Leipzig und Weimar bei Lisa-Liane Max, Karl-Georg Deutsch und Norbert Brainin. Vor dem Eintritt ins Konzerthausorchester war sie stellvertretende Konzertmeisterin der Zweiten Violinen im Mdr-Sinfonieorchester Leipzig. Als passionierte Kammermusikerin ist sie am Konzerthaus immer wieder in verschiedenen Reihen und Besetzungen zu hören, unter anderem mit ihrem Streichtrio.

Was ist für Dich das Schönste an Deinem Beruf Orchestermusikerin?

Ich genieße eigentlich alle Facetten an unserem Beruf. Wunderbar ist, dass ich mich auf meinem Instrument künstlerisch voll einsetzen kann – mit allem, was ich seit der Kindheit gelernt und erarbeitet habe. Außerdem lerne ich auch weiterhin von anderen Musikern und Musikerinnen und kann mich musikalisch weiterentwickeln. Ich erlebe die Werke als Zweite Geigerin in den Mittelstimmen sehr intensiv, kann die Stimmführung und Aussagekraft eines Werkes sehr gut verfolgen. Einen Klangteppich für die Melodie zu bereiten, ist beispielsweise ein sehr schönes musikalisches Ausdrucksmittel. Man wird zwar nicht als Einzelkünstlerin wahrgenommen, aber das ist gleichzeitig auch das Schöne an unserem Beruf  –  dass wir zu einem großen Ganzen werden, wo der eine nicht ohne den anderen kann. So sind wir zwar individuelle Künstlerpersönlichkeiten, werden aber immer als Orchestergemeinschaft erlebt.

Welches Konzert mit dem Konzerthausorchester war ein besonderes emotionales Erlebnis für Dich?

2018 haben wir die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven mit Iván Fischer als Dirigent gespielt. Für die „Ode an die Freude“ hatte er sich eine ganz besondere Choreographie ausgedacht: Der wunderbare Philharmonische Chor aus Transsylvanien saß während der Sinfonie verteilt im Publikum. Als der Einsatz kam, sprang er dann buchstäblich vor Freude singend auf. In den Proben konnten wir uns nicht vorstellen, wie das wird. Aber die Konzerte waren gigantisch – diese Wucht an Klang aus dem Publikum heraus war einzigartig und wirklich ergreifend. Das Publikum war dadurch nicht nur Zuhörerschaft, sondern körperlich im Bann der Sinfonie und konnte sie hautnah erleben. Für mich war es ein ganz besonderes Konzert, das ich nie vergessen werde! 

Was würdest Du machen, wenn Du nicht Musikerin geworden wärest?

Eine schwierige Frage. Ich wäre bestimmt Steuerberaterin für Musiker geworden. Ich liebe es, meine Steuererklärung zu machen und mich mit Steuerparagraphen zu beschäftigen.

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