Pavel Haas Quartet

Pavel Haas Quartett Boris Giltburg Piano
Josef Suk Meditation über den altböhmischen Choral „St. Wenzeslaus“ für Streichquartett op. 35a Erich Wolfgang Korngold Streichquartett Nr.3 D-Dur op.34 Pause Dmitri Schostakowitsch Klavierquintett g-Moll op. 57


Der 1944 in Auschwitz ermordete tschechische Komponist Pavel Haas ist Namenspatron des hier im Rahmen unserer „Hommage an Schostakowitsch“ musizierenden Quartetts. Es spielt drei zwischen 1914 und 1945 entstandene Werke.

Den Auftakt macht ein von Josef Suk buchstäblich am Vorabend des Ersten Weltkriegs geschriebenes musikalisches Gebet an den Patron der böhmischen Länder, den Heiligen Wenzeslaus. Erich Wolfgang Korngold, ehemaliges Wiener Klavierwunderkind und ab 1934 Filmkomponist in Hollywood, widmete sein Streichquarett Nr. 3 von 1945 einem anderen prominenten Mitglied der kalifornischen Emigranten-Community – Dirigent Bruno Walter.

Am Ende des Konzertprogramms steht Dmitri Schostakowitschs 1940 komponiertes und aufgeführtes Klavierquintett, für das die offizielle Kulturpolitik den lange Verfehmten sogar mit dem Stalin-Preis auszeichnete. Unterschwellig lässt jedoch auch dieses Werk eine Atmosphäre innerer und äußerer Anspannung und Bedrohung erkennen.

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