Aris Quartett

Aris Quartett
Joseph Haydn Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4 Hob III:78 („Sonnenaufgang“) Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 („Kreutzer-Sonate“) Pause Antonín Dvořák Streichquartett Nr. 13 G-Dur op. 106


Das 2009 in Frankfurt gegründete und beim ARD Wettbewerb 2016 mit dem Publikumspreis ausgezeichnete Aris Quartett beginnt das Programm mit einem ein Haydn-Quartett von 1797, das wegen einer sich eindrucksvoll emporschwingenden Melodie der ersten Geige im ersten Satz den Beinamen „Sonnenaufgang“ trägt. In diesem kammermusikalischen Gegenstück zu späten sinfonischen Werken wie der „Schöpfung“ und den späten Messen vereint der fast 70-jährige Komponist Stilsicherheit mit Experimentierfreude, Witz und Tiefsinn. Der Beiname „Sonnenaufgang“ stammt zwar nicht von Haydn, kam der Popularität des Quartetts aber sehr zugute. Auch das nächste Werk trägt einen Beinamen. Inspiriert ist er von der gleichnamigen Erzählung „Die Kreutzersonate“ Lew Tolstois, die sich auf Beethovens berühmte Violinsonate bezieht. Leoš Janáček schlägt mit seiner „Kreutzer-Sonate“ sozusagen eine Brücke zurück in die Musik, indem er die Erzählung als Quartett „vertont“. Das vollbrachte er übrigens 1923 in erstaunlichen neun Tagen. Böhmisch bleibt es mit Dvořáks 13. Streichquartett. Wie viele Werke des Komponisten, die heute am populärsten sind – etwa die 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ und das Cellokonzert – entstand es Mitte der 1890er Jahre und wurde, wie später Janáčeks „Kreutzer-Sonate“, vom Böhmischen Streichquartett uraufgeführt.

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