Academy of St Martin in the Fields, Julia Fischer

Academy of St Martin in the Fields Julia FischerViolin Augustin HadelichViolin
Andrey Rubtsov Chamber Symphony Johann Sebastian Bach Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043 Pause Antonín Dvořák Serenade für Streichorchester E-Dur op. 22 Alfred Schnittke Concerto grosso Nr. 1 für zwei Solo-Violinen, Cembalo und Streichorchester


Violinsolistin Julia Fischer, vom Publikum als Artist in Residence 2012/13 gefeiert und seitem immer wieder in den unterschiedlichsten Konstellationen bei uns zu Gast, kommt mit dem berühmten britischen Kammerorchester Academy of St Martin in the Fields und ihrem Geigerkollegen Augustin Hadelich an den Gendarmenmarkt. Auf die Kammersinfonie des 1982 geborenen russischen Komponisten Andrey Rubtsov folgt das Konzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach. Es stammt aus seiner Zeit als Kantor der Leipziger Thomaskirche und ist nicht nur ein wunderbares Stück, sondern führt auch schön damals die vollkommen akzeptierte Praxis der Bearbeitung eigener und fremder Werke ohne jeglichen Plagiatsvorwurf vor Augen: Selbst möglicherweise einer Triosonate oder sogar einer Vivaldi-Vorlage entnommen, wurde es später einfach weiter für zwei Cembali bearbeitet. Als aufstrebender Komponist erhielt Antonín Dvořák 1875 ein österreichisches Stipendium, das ihm größere finanzielle Unabhängigkeit sicherte, und dadurch mehr Freiheit, sich der Komposition zu widmen. Wie die meisten Stücke dieser Zeit strahlt die Streicherserenade Unbeschwertheit und Lebensfreude aus. Am Ende des Programms erklingt das erste „Concerto grosso“ von Alfred Schnittke, komponiert Ende der 1970er Jahre im Auftrag des berühmten Geigers Gidon Kremer, der dem Komponisten half, aus dem Ostblock auszureisen. In Namen und Besetzung verweist das Konzert auf die bekannte barocke Gattung. Allerdings ist erweitert ein mit Münzen und elektronischer Verstärkung präpariertes Klavier das Orchester. Schnittkes Absicht war keine Nachahmung oder Pastiche, sondern sogenannte „Polystilistik“, um seine eigene Ansicht einer vielfältigen Realität zu Gehör zu bringen.

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