Festival Baltikum

Entdecken Sie vom 16. bis zum 25.02.2018 die außergewöhnliche Musiklandschaft des Baltikums!

Obwohl sie mit insgesamt etwas über 6 Millionen Einwohnern zu den kleinen Nationen in Europa zählen, haben Estland, Lettland und Litauen nicht nur zahlreiche bekannte Dirigenten, Instrumentalisten und Sänger hervorgebracht, sondern auch drei traditionell von Chorgesang geprägte zeitgenössische Musikkulturen, die erst in den letzten Jahrzehnten international zunehmend Beachtung finden. Vor 100 Jahren erklärten die drei Länder ihre lange erkämpfte Unabhängigkeit. Auch aus diesem Anlass öffnen wir für zehn Tage alle Türen und Säle weit zum Festival Baltikum!

Chefdirigent Iván Fischer und das Konzerthausorchester widmen dem vielleicht berühmtesten Komponisten des Baltikums, Arvo Pärt, ein ganzes Programm. Und natürlich gibt es besonders viele chorsinfonische Werke während des Festivals: Der Lettische Staatschor „Latvija“ führt zum Beispiel gemeinsam mit dem Estnischen Nationalen Sinfonieorchester unter der Leitung von Neeme Järvi das Oratorium „Des Jona Sendung“ von Rudolf Tobias auf.

Was auf keinen Fall fehlen darf: traditionelle Musik! Die Fiddlerin Maarja Nuut aus Estland tritt auf, der litauische Akkordeonist Martynas Levickis ist dabei und natürlich auch die lettische A-cappella-Ensemble Latvian Voices.

Vor dem Festival: Ein Sommernachtstraum

1843 fand im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die öffentliche Uraufführung von Mendelssohns Schauspielmusik zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ statt. Die Schauspieler des estnischen Theaterensembles NO99 und die Sänger sind mit diesem Werk bereits einige Monate vor dem eigentlichen Festival Baltikum bei uns zu Gast und destillieren aus dem Liebeswirrspiel „das Streben des Menschen nach dem Erhabenenen“. Die filmszenische Übersetzung betrachtet die „Selbstinszenierung von Emotionen.“

Nach dem Festival: Adam’s Passion

Zwei Jahre nach der Uraufführung in Tallinn kommt das gefeierte Gemeinschaftswerk von Arvo Pärt und Robert Wilson an den Gendarmenmarkt: Nach der Vertreibung aus dem Garten Eden ahnt Adam alle Katastrophen der Menschheit voraus und gibt sich selbst die Schuld. Zuletzt aber sucht er wieder die Liebe Gottes. Musikalische Bestandteile von „Adam’s Passion“ sind die Chorwerke „Adam’s Lament“ und „Miserere“, das Doppelkonzert für zwei Violinen „Tabula rasa“ sowie die neu komponierte „Sequentia“, die Robert Wilson gewidmet ist. Der Starregisseur fasst die Geschichte von Schöpfung und Zerstörung in hochsuggestive Bilder voller Symbolik.