Vogler Quartett

mit Christiane Oelze und Jonathan Ware
Vogler Quartett

Christiane OelzeMezzosopran Jonathan WareKlavier
Philip Glass Streichquartett Nr. 2 („Company“) Pause Ronald Corp „Letters from Lony“ für Mezzosopran, Streichquartett und Klavier (2015)


Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, das seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Mit kammermusikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lassen Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt.

Das heutige Programm ist ganz der zeitgenössischen Musik gewidmet. Siebzehn Jahre nach seinem ersten Streichquartett begann Philipp Glass, bekannt als der bedeutendste Vertreter der minimalistischen Musik, mit der Arbeit an seinem zweiten. Ursprünglich war es als Instrumentalmusik zu Fred Neumanns Adaptation von Samuel Becketts Theaterstück „Company“ geplant, doch Glass entschied sich, daraus ein eigenständiges Werk zu machen. Obwohl es ganz traditionell vier Sätze aufweist, dauert das 1983 fertiggestellte Werk nur ungefähr 10 Minuten. „Letters from Lony“ wurde 2017 uraufgeführt und hat einen traurigen Hintergrund: 1938 floh Lony Rabl-Fraenkel vor der Judenverfolgung nach Amsterdam. Von dort schrieb sie ihrer nach England geflüchteten Familie und dem Enkel, den sie wegen ihrer Ermordung im KZ im Jahr 1944 nie kennenlernen sollte, 22 ergreifende Briefe. Dieser, Peter Lobbenberg, hat sie vor einigen Jahren dem Komponisten Ronald Corp zur Vertonung zur Verfügung gestellt.

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