musica reanimata

Ein Wiener Jude in Buenos Aires: Guillermo Graetzer (1914 - 1993)
Melina PaetzoldKlarinette Clemens LinderVioline Holger GroschoppKlavier
Guillermo Graetzer "Sestina" für Violine und Klavier (1976) Guillermo Graetzer "Epitafio para J. J. Castro" für Klarinette und Klavier (1982) Guillermo Graetzer Grave für Violine solo (1945) Guillermo Graetzer Auszüge aus den Toccaten (1938) und Bagatellen (1946) für Klavier


Das Musikleben Nord- und Südamerikas wurde durch die gewaltsame Vertreibung jüdischer Künstler aus Mitteleuropa bereichert, insbesondere wenn die Neuankömmlinge die Chance bekamen, sich gut zu integrieren. Wilhelm Grätzer, der sich in Argentinien Guillermo Graetzer nannte, war so ein Glücksfall. Er studierte bei Ernst Lothar v. Knorr und Hindemith in Berlin und bei dem Schönbergschüler Paul Amadeus Pisk in Wien. Ende 1938 floh er mit seiner Familie nach Buenos Aires und wirkte dort als einflussreicher Pädagoge und als Komponist. Zwei aus Argentinien stammende Musiker sind unsere Zeitzeugen: der Komponist Carlos Graetzer, Guillermos Sohn, und der Geiger Antonio Spiller.

Saalplan 360° Ansicht