musica reanimata – Gesprächskonzert

Verfolgung und Wiederentdeckung: Die Wiederentdeckung des Musikerpaares Irma und Stefan Wolpe


Der Komponist und gebürtige Berliner Stefan Wolpe war nach der Machtübertragung 1933 gleich dreifach gefährdet als Jude, Kommunist und Komponist „entarteter“ Musik. Die Pianistin Irma Wolpe Rademacher war eine der wichtigsten Interpretinnen seiner Werke, konzertierte in Bukarest, Berlin, Paris sowie in Palästina und genoss international hohe Anerkennung. Das Musikerpaar lebte bis zu einer Großrazzia im März 1933 in Berlin, beide waren in der links gerichteten Novembergruppe aktiv. Als Jüdin erkannte Irma die Gefahr. Ihre politische Weitsicht und ihr Netzwerk retteten beide. Es begann die Odyssee ihrer Flucht über Eger (Cheb), Bukarest, Wien, Zürich zunächst nach Jerusalem, schließlich nach New York. In der Musikgeschichte werden beide heute wenig beachtet. Die Musikwissenschaftlerin Nora Born hat den bewegenden Briefwechsel des Künstlerpaares veröffentlicht und wird im Gespräch mit Bettina Brand an die beiden Musiker erinnern. Dazu erklingt Musik von Stefan Wolpe und seinen Schülern.

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