musica reanimata – Gesprächskonzert

Aufrechten Ganges. Hanning Schröder – ein Verfemter rettet Verfolgte


Hanning Schröder und seine Frau Cornelia, eine Schülerin Max Regers und erste promovierte Musikwissenschaftlerin Deutschlands, fanden sich im Umfeld von Neobarock, historischer Aufführungspraxis, Laien- und Arbeitermusik. Seine Neigung zur Linken war für die Nationalsozialisten Grund genug, Schröder Berufsverbot zu erteilen. Zur Sicherheit schickte er seine jüdische Frau mit der gemeinsamen Tochter in die Provinz. Derweil bot er in seiner Zehlendorfer Wohnung einem jungen jüdischen Paar Unterschlupf, das dadurch überlebte. Nach dem Krieg arbeiteten die Schröders in Ost-Berlin im Komponistenverband und an der Akademie der Künste. Von diesen Wirkungsstätten waren sie durch den Mauerbau abgeschnitten. Hanning Schröder adaptierte noch im Alter die Zwölftontechnik und wurde zum väterlichen Freund der Gruppe Neue Musik. Im Gespräch mit Gottfried Eberle an diesem Abend: Tochter Nele Hertling.

Saalplan 360° Ansicht

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