Konzerthausorchester Berlin, Louis Langrée

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Claude Debussy „Prélude à l'après-midi d'un faune“ Claude Debussy "Nocturnes" - Triptyque symphonique Pause Arnold Schönberg „Pelleas und Melisande“ - Sinfonische Dichtung nach Maurice Maeterlinck op. 5


Was tut der Faun am Nachmittag? Er flötet! Und zwar so träumerisch und klangfarbenreich, wie man es dem struppigen Mischwesen aus Mensch und Ziegenbock nie zugetraut hätte. Claude Debussy verdankt er diese Imagekorrektur – und die Flötisten eines ihrer schönsten Orchestersoli. Impressionistisch geht es danach auch weiter mit den drei „Nocturnes“ des Komponisten, zu denen ihn zeitgenössische Gemälde angeregt haben. Wolken, Feste und lockende Sirenen scheinen eine gewisse Rolle darauf gespielt zu haben, denn so heißen die drei Sätze dieses „Triptyque sinfonique“. Wer vermutet, dass das dritte Werk des Programms, „Pelleas und Melisande“, ebenfalls aus der Feder des Franzosen stammt, liegt allerdings knapp daneben. Zwar hat auch Debussy die grausige Maeterlinck-Mär um Liebe, Eifersucht und Tod zu einem Werk inspiriert, doch nicht seine dreistündige Oper, sondern Arnold Schönbergs wesentlich kürzere, spätromantische sinfonische Dichtung gleichen Namens erklingt nach der Pause. Sie ist ein Frühwerk des Komponisten, das Zuhörer an Richard Strauss oder Gustav Mahler erinnert und von Zwölftonmusik noch vollkommen unberührt ist.

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