Jerusalem Quartet

Jerusalem Quartet

Ludwig van Beethoven Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5 Claude Debussy Streichquartett g-Moll op. 10 Pause Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 2 A-Dur op. 68


Das 1996 gegründete Jerusalem Quartet eröffnet den Abend mit dem fünften von sechs Quartetten Opus 18. Nicht nur in der Zusammenfassung seiner frühesten Streichquartette in einer Sechsergruppe, sondern auch stilistisch orientierte sich Beethoven hier stark an seinen Vorgängern: Das heute erklingende A-Dur Quartett erinnert in seinem sorglos-fröhlichen Tonfall an Mozarts KV 464 in gleicher Tonart. In starkem Kontrast dazu steht das nächste Werk, das Claude Debussys einzigen Beitrag zur Gattung darstellt. Obwohl bereits ein beachteter Komponist, fing Debussy zu dieser Zeit gerade erst an, seine charakteristische Tonsprache zu entwickeln. Unterschiedlichste Einflüsse ließ er auf sich wirken: César Francks zyklische Form, zeitgenössische deutsche und russische, ja sogar javanische Musik. Er wollte das Streichquartett von der klassischen Tradition emanzipieren. Zum Schluss erklingt Schostakowitschs zweites Quartett, komponiert wenige Monate vor Ende des zweiten Weltkriegs. Acht seiner Sinfonien hatte er da bereits geschrieben, doch das Genre des Streichquartetts war ihm noch relativ neu. Um diese Zeit ließ er sich zunehmend von jüdischer Volksmusik inspirieren. Gemeinsam mit seinem zweiten Klaviertrio, das ebenfalls Elemente dieser Klangwelt enthält, wurde das Werk im November 1944 uraufgeführt.

Hörprobe!

Klingt gut, was Sie grade über dieses Konzert gelesen haben? Wollen Sie schon mal reinhören, wie es tatsächlich klingt? Gemeinsam mit unserem Partner idagio bieten wir Ihnen eine Hörprobe an. Folgen Sie uns auf konzerthaus.de/idagio und entdecken Sie viele weitere Playlisten.

Konzerthaus card

Jetzt Mitglied werden!

Mein Konzerthaus bietet Ihnen einfach mehr! Werden Sie kostenlos Mitglied und speichern und teilen Sie zum Beispiel Ihre Merkliste.

Mehr erfahren