Adam’s Passion

Musiktheater von Arvo Pärt und Robert Wilson
Konzerthausorchester Berlin Estnischer Philharmonischer Kammerchor Tõnu KaljusteMusikalische Leitung Robert WilsonRegie, Bühne, Lichtkonzept Lucinda ChildsPerformerin Michalis TheophanousPerformer Endro RoosimäePerformer Erki LaurPerformer Tatjana KosmõninaPerformerin Triin MartsPerformerin A.J. WeissbardLicht Serge von ArxMitarbeit Bühne Tilman HeckerMitarbeit Regie Mauro FarinaTechnische Leitung Carlos SotoKostüme
Arvo Pärt „Adam´s Passion“ – eine Produktion von Robert Wilson basierend auf Arvo Pärts Werken für Chor und Orchester "Adam's Lament", "Miserere", dem Doppelkonzert für zwei Violinen "Tabula Rasa" sowie dem Orchesterwerk "Sequentia"


Zwei Jahre nach der Uraufführung in Tallinn kommt das gefeierte Gemeinschaftswerk von Arvo Pärt und Robert Wilson an den Gendarmenmarkt: Nach der Vertreibung aus dem Garten Eden ahnt Adam alle Katastrophen der Menschheit voraus und gibt sich selbst die Schuld. Zuletzt aber sucht er wieder die Liebe Gottes. Musikalische Bestandteile von „Adam’s Passion“ sind die Chorwerke „Adam’s Lament“ und „Miserere“, das Doppelkonzert für zwei Violinen „Tabula rasa“ sowie die neu komponierte „Sequentia“, die Robert Wilson gewidmet ist. Der Starregisseur fasst die Geschichte von Schöpfung und Zerstörung in hochsuggestive Bilder voller Symbolik. Er beschreibt die einzigartige Zusammenarbeit mit dem Komponisten: „Als ich die Musik von Arvo Pärt in den frühen 1980er Jahren zum ersten Mal hörte, fühlte ich mich sofort zu ihr hingezogen. Sie schuf einen geistigen Raum, den ich nie zuvor gekannt hatte – einen Raum ungeheurer Freiheit. ‚Adam’s Passion‘ kann man hören und sehen. Ich konstruiere eine Art Umgebung, die es dem Publikum hoffentlich erlaubt, die Musik besser zu hören. Es ist schwierig, Arvo Pärts Musik zu ‚inszenieren‘. Sie fordert zur Reflexion heraus; wenn wir das Theater verlassen, denken wir weiter darüber nach. Da ist es wichtig, als Regisseur oder Bühnenbildner offen zu bleiben. Ich schaffe einen Raum, der Gedanken anregt, aber nicht darauf besteht, dass das Publikum dasselbe denkt, was ich denke. So kann man den Abend jedes Mal, wenn man ihn erlebt, anders empfinden. Das einzig Konstante ist der Wandel. Was zählt, ist unsere Erfahrung des Augenblicks. Es fällt mir schwer, über Spirituelles zu sprechen. So vieles, was wir auf der Bühne sehen, ist äußerlich. Diese Musik steht in Verbindung zu etwas Tieferem. Man muss sie nicht illustrieren. Sie erschafft einen geistigen Raum, der Reflexion zulässt.“

  • Eine Koproduktion des Konzerthaus Berlin, Eesti Kontsert und Change Performing Arts

  • Präsentiert von Kulturradio

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