Musik mit Mahler
Dreiteiliger Schwerpunkt zum Mahler-Jahr
»Meine Zeit wird kommen«, hatte Gustav Mahler einst prophezeit. Noch vor einem halben Jahrhundert gehörten Aufführungen seiner Werke eher zu den Raritäten im Konzertleben. Zwölf Jahre Nazidiktatur und die Verheerungen des 2. Weltkrieges genügten, um sein Schaffen ins Abseits und an den Rand des Vergessens zu drängen. Erst seit etwa 1960 – getragen durch engagierte Interpreten, zusätzlich befördert durch das Erscheinen von Theodor W. Adornos Mahler-Monographie – wurde eine Renaissance eingeleitet.
Gustav Mahler gilt als einer der einflussreichsten und bedeutendsten Komponisten, der, so Leonard Bernstein, »über der magischen Grenze steht, die das 19. vom 20. Jahrhundert trennt.« Musikfreunde aus aller Welt feiern Gustav Mahler in zwei Jubiläumsjahren in Folge: 2010 wäre sein 150. Geburtstag, 2011 sein 100. Todestag. Das Konzerthaus Berlin widmet dem berühmten Komponisten zwischen Spätromantik und Moderne nicht nur das Eröffnungskonzert, sondern auch einen Zyklus, der sich in drei »Themeninseln« verdichtet. Sie sind überschrieben mit Worten, die dem Mahlerschen Œuvre entstammen:
»Wo die schönen Trompeten blasen«
»Sterben werd’ ich, um zu leben«
»Wenn nur ein Traum das Leben ist«
Vom
1.-11. September 2010, vom
15.-22. April und vom
13.-21. Mai 2011 wird das Schaffen des Komponisten und Dirigenten in Wort, Musik und Film erfahrbar.
Prof. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses: »Wenn Gustav Mahler eine Spielzeit lang in den Mittelpunkt der Programmatik des Konzerthauses Berlin rückt, steht nicht die bloße Aufführung seiner Sinfonien im Vordergrund. Mahlers Musik wird in Kontexten erscheinen, die sie neu erfahrbar machen, die zeigen, aus welchen Traditionen sich seine Kunst speiste und wie sie Impulse in die Zukunft auszusenden imstande war. In drei einwöchigen Schwerpunkten werden jeweils eigenständige Themen beleuchtet, die für den musikalischen Kosmos dieses Komponisten essentiell sind.«