Biographie
Iván Fischer studierte Klavier, Violine und Violoncello in Budapest, eher er in Wien die Dirigierklasse des berühmten Hans Swarowsky besuchte. Nach einer zweijährigen Assistenzzeit bei Nikolaus Harnoncourt startete er seine internationale Karriere mit dem Sieg beim Dirigentenwettbewerb der Rupert Foundation in London. 1983 gründete Iván Fischer in seiner Heimat das Budapest Festival Orchester, dem er bis heute als Musikdirektor vorsteht. Die Partnerschaft zwischen ihm und dem Orchester stellt eine der größten Erfolgsgeschichten in der Welt der Klassik der letzten 25 Jahre dar. Iván Fischer hat verschiedene Reformen eingeführt und intensive Probenmethoden für die Musiker entwickelt; er legt besonderen Wert auf die Kammermusik und die künstlerische Arbeit jedes einzelnen Orchestermitglieds.
Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet ihn außerdem mit der Wiener Staatsoper; hinzu kommen zahlreiche Produktionen an Opernhäusern wie denen in Zürich, London, Paris und Brüssel. Iván Fischer arbeitet regelmäßig mit renommierten Orchestern zusammen, darunter das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic, das Orchestre de Paris, die Münchner Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker und das Israel Philharmonic.
Der überdies als Komponist erfolgreiche Musiker ist Gründer der Ungarischen Mahler-Gesellschaft und Schirmherr der British Kodály Academy. Vom Präsident der Republik Ungarn wurde er mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet; das Weltwirtschaftsforum verlieh ihm den Crystal Award für seine Verdienste zur Förderung internationaler kultureller Beziehungen. Die französische Regierung hat ihn zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. 2006 wurde er mit dem Kossuth-Preis geehrt, dem angesehensten Kunstpreis in Ungarn. Zudem ist er Ehrenbürger von Budapest.
Seit der Saison 2012/13 ist Iván Fischer Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin.
